[Blogtour] Ankündigung: Ewig - Wenn Liebe erwacht


Hallo ihr Lieben,

wie ihr dem wunderschönen Banner entnehmen könnt startet heute die Blogtour zu Rhiannon Thomas Buch "Ewig: Wenn die Liebe erwacht", dem ersten Teil der Dilogie. In diesem Ankündigungs-Post möchte ich euch ein paar Eckdaten zur Tour liefern, inklusive der wunderbaren Links zu den Posts der Blogger, welche bei der Tour dabei sind, und den Informationen zum Gewinnspiel.

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Tourdaten:
23.02. Autorenvorstellung und Buchvorstellung bei Miss Watson
24.02. Tagebucheintrag von Aurora bei Prowling Books
25.02. Originalmärchen hinter Ewig, Konventionen und Klischees bei Literatouristin
26.02. Warum enden Märchen immer beim Kuss/bei der Hochzeit? - Ein Blick auf die Zeit danach bei Miss Foxy Reads
27.02. Feminist Fiction bei mir 

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Worum gehts in "Ewig - Wenn Liebe erwacht"?
 
Sie hat hundert Jahre geschlafen.
Ein Prinz hat sie wachgeküsst.
Doch ab da ist nichts mehr wie im Märchen ...

Nach hundertjährigem Schlaf wird Prinzessin Aurora von Prinz Rodric aus dem Schlaf geküsst. Für den Prinzen und seine Familie ist alles klar: Aurora und Rodric sind füreinander bestimmt. Doch ist es das, was Aurora will? Schnell muss sie erkennen, dass sie nur eine Schachfigur in einem Intrigenspiel um Thron und Macht ist. Denn nur wer Aurora, die rechtmäßige Thronerbin, heiratet, hat auch Anspruch auf den Thron. Rodrics Eltern sind tyrannische Herrscher, die Auroras Volk grausam unterdrücken. Und so beschließt Aurora, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und ihr Volk zu retten. Und da ist auch noch der geheimnisvolle Prinz Finnegan, zu dem sie sich gegen ihren Willen hingezogen fühlt. Mit romantischer Gold-Veredelung: Der erste Teil des mitreißenden Zweiteilers von Rhiannon Thomas.
 
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Gewinnspiel
 
Ihr habt die Möglichkeit zwei Print-Exemplare von "Ewig - Die Leibe erwacht" zu gewinnen. Um in den Lostopf zu wandern müsst ihr die Fragen bei den jeweiligen Blogtourposts beantworten. Für jeden Kommentar erhaltet ihr ein Los, schaut euch also alle Beiträge an, um eure Chancen zu erhöhen.


 

[Rezension] Götterfunke(1): Liebe mich nicht - Marah Woolf


Titel: Götterfunke 
Autor: Marah Woolf
Seitenzahl: 463



Schon beim Anblick von "Götterfunke - Liebe mich nicht" ist man absolut gebannt von dem Buch. Der leichte Schimmer, der leider nicht ganz auf dem Bild sichtbar ist, und die Farbgebung finde ich wirklich gelungen. Einzig die Frau auf dem Cover stört mich etwas, denn sie entspricht so gar nicht meiner Vorstellung von Jess, aber das ist denke ich Geschmackssache.

Kommen wir zum wirklich wichtigen Teil, dem Inhalt zwischen den Buchdeckeln. Ich kann direkt zu Beginn sagen, dass mich die Idee überzeugt hat und ich schnell in die Geschichte gefunden habe. Das liegt zunächst an Marah Woolfs angenehmen Schreibstil, aber auch daran, dass ich wirklich gespannt war, wie sich das Thema Götter und Liebe verbinden lässt in einem irdischen Spielraum. Unsere Protagonistin Jess ist 17 Jahre alt und hat es nicht leicht zur Zeit, durch schwierige Schicksalschläge in der Vergangenheit hat sie fast den Halt verloren und hofft im Sommercamp etwas entspannen zu können, um alle Sorgen zu vergessen. Dadurch war es für mich absolut nachvollziehbar, dass sie eher introvertiert ist und sich selbst auch gar nicht mehr wertschätzen kann. Wenn dann auch noch ein Gott wie Cayden auftaucht, der eine echte magische Anziehung hat, gerät eben alles in Aufruhr was an Hormonen da ist.

Mit Jess zusammen kommt auch Robyn ihre eigentlich beste Freundin ins Sommercamp. Aber wie schon zu vermuten ist an dem Zusatz "eigentlich" war mir Robyn nicht wirklich sympathisch, sie war für mich von Anfang an das verzogene Püppchen. Sie legt so viele negative Eigenschaften an den Tag, dass es vielleicht schon etwas auffällig ist, aber jeder gute Protagonist brauch eben einen Antagonisten und in diesem Fall war das für mich eindeutig Robyn. Aber natürlich gibt es auch smarte und sympathische Nebenchrakter in "Götterfunke - Liebe mich nicht". Da wären zum Beispiel Apoll und Athene, die beiden Götter die zusammen mit Prometheus, also Cayden, auftreten. Zusammen mit Josh und Leah bilden diese Fünf ein wirklich gutes Gespann um die Hauptstory voran zu treiben. Insgesamt hat aber jeder der Protagonisten noch Potenzial zur Entwicklung, ich hoffe und denke, dass hier die Fortsetzungen einiges hergeben werden.

Neben der Liebegeschichte geht es natürlich auch um die griechische Mythologie, die finde ich im Buch nicht zu kurz kommt. Es werden Legenden und Geschichten erzählt, die sicherlich nicht jeder kennt, genau so werden auch Begriffe und Namen im Zusammenhang erläutert, und bei Bedarf kann man auch im Glossar nachschauen, welches sich hinten im Buch befindet. Dort gibt es übrigens auch einen sehr nützlichen Stammbaum, der die ein oder andere Frage nach der Vernetzung der Protagonisten klärt. Insgesamt ist die Verwebung von griechischer Mythologie und Liebesgeschichte für ein Jugendbuch wirklich sehr gut gelungen. 


Fazit:
Mit "Götterfunke - Liebe mich nicht" ist Marah Woolf ein wirklich guter Auftakt zu einer Trilogie gelungen, der uns in die Liebesgeschichte und die griechische Mythologie einführt. Ich mochte die Protagonisten, die ihrem Alter entsprechend manchmal überstürzt gehandelt haben, dennoch ist mir, bis auf Robyn, jeder ans Herz gewachsen. Ich bin wirklich gespannt wie die Fäden in den Fortsetzungen weiter gesponnen werden und kann es eigentlich kaum Abwarten dank des offenen Endes.




Vielen Dank an den Oetinger/Dressler-Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Trau Dich Koalabär - Rachel Bright, Jim Field

Titel: Trau Dich Koalabär
Autor: Rachel Bright, Jim Field
Seitenzahl: 32
Verlag: Magellan-Verlag
Originaltitel: The Koala Who Could
Übersetzer: Pia Jüngert
 
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 Mit "Trau Dich Koalabär" kommt das zweite Kinderbuch von Rachel Bright und Jim Field im Magellan-Verlag, und es ist mindestens genau so süß. Die Grundidee ist leicht erzählt, es geht um Kimi, ein Koalabär der zu viel Angst hat um seinen Baum zu verlassen. Er lebt dort aber auch ziemlich gemütlich, hat alles nah bei der Hand und braucht gar nicht auf den Boden zu kommen, vor dem er so viel Angst hat. Natürlich kommt dann alles anders als gedacht und Kimi muss sich seiner Angst stellen.

Das Buch liegt wirklich gut in den Händen, es ist groß genug damit sowohl Kind als auch Vorleser das Vergnügen haben der Geschichte zu folgen. Die unterschiedlichen Perspektiven und Bildaufteilungen stellen einen gelungen Grafikakzent dar, der Spaß macht und jede Seite in einen neuen Licht darstellt. Vor allem die Zeichnungen und die Tiere waren wirklich wunderbar illustriert und kamen sofort bei meinem Neffen sehr gut an. Auch ich habe mich direkt in Kimi verliebt und war verzaubert.


Die Versform im Buch macht das Vorlesen zu einem wirklichen Highlight, und durch Lautmalerei auch zu einem lustigen Erlebnis. Die Moral am Ende, sich zu trauen und festzustellen, dass man eben doch kann, ist toll dargestellt, und Kimi übermittelt die Botschaft auf eine zuckersüße Art. Wie schon angesprochen ist durch die Versform und die einfache Wortwahl das Buch sicherlich nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum ersten Lesen, sehr gut geeignet.


Fazit:
Ich hatte mit Kimi dem Koalabär sehr viel Spaß, und das Buch wird sicherlich auch meinen Neffen in den nächsten Jahren beim erneuten Vorlesen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Die Farben und Zeichnungen sind Naturnah, aber dennoch verspielt. Die Versform ist gut gelungen und die Moral am Ende ist für Groß und Klein verständlich.
 
 
 
Vielen Dank an den Magellan-Verlag für dieses zuckersüße Rezensionsexemplar!

[Unboxing] Bookish Prophet Februar 2017 - Fantastic Beasts

 
Einen wunderbaren Tag euch allen,
 
vor zwei Tagen hat mich die wunderbare Februar-Box von Bookish Prophet erreicht und ich war total aufgeregt. Dieses Mal habe ich es aber geschafft das Öffnen und Entpacken mit euch zu teilen und es auf Video aufzunehmen. Dieses Mal kommt das gesamte Video ohne Schnitte aus, damitihr die volle Freude von mir miterleben könnt :)! Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen, und wie immer freue ich mich über jeden Kommentar, egal ob zum Inhalt oder andere Dinge. Teilt euch mit :)!
 


 
 Ich hoffe ihr hattet beim Video anschauen genau so viel Spaß wie ich beim Drehen!

 

[Rezension] Tiger, Tiger - Margaux Fragoso

Titel: Tiger, Tiger
Autor: Margaux Fragoso
Seitenzahl: 463
Verlag: Diana Verlag
Originaltitel: Tiger, Tiger
Übersetzerin: Andrea Fischer

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"Tiger, Tiger" ist ein Buch, für das man ein gutes Nervenkostüm braucht, denn es handelt sich dabei um einen autobiografischen Roman, und Margaux Fragosos Leben ist nicht voll von Blumen und schönen Erinnerungen. Bereits im Vorwort erfahren wir, wohin sich die Geschichte entwickeln wird, dennoch beobachtet man als Leser schockiert und entsetzt die Lebenstationen von Margaux und vor allem ihr wirklich krankhaftes Verhältnis zu Peter. 

Am Anfang werden wir in die Lebensverhältnisse von Margaux eingeführt. Sie wohnt als Einzelkind zusammen mit ihrer depressiven Mutter und ihrem arbeitswütigem Vater zusammen. Schon allein dieses Familienbild hat auf mich keinen guten Eindruck gemacht, Margaux wird dort schon als Kind viel zu viel Druck ausgesetzt, sie ist ein Tauseil zwischen ihren beiden Elternteilen und leidet darunter. Da sie aber nun mal ein Kind ist, kann sie damit nicht wirklich umgehen, und genau an dieser Stelle, als man das Gefühl hat, sie ist verlassen und allein, tritt Peter in ihr Leben. 

Und Peter ist der wohl fragwürdigste Charakter, denn ich seit langem in einem Buch erlebt habe, denn Peter ist Mitte fünfzig und hat pädophile Neigungen. Zwar wissen wir davon bereits durch das Vorwort, dennoch hatte ich beim Lesen oft schreckliche Bilder im Kopf, bei denen man auch einfach mal das Buch weg legen muss. Wie schon erwähnt ist dieses Buch, vor allem durch die Beziehung von Peter und Margaux wirklich nichts für schwache Nerven, man muss einfach mit allem rechnen.

Unabhängig davon, wie schlimm die Geschehnisse sind, hat Margaux Fragoso mit ihrem Buch "Tiger, Tiger" eine Autobiografie niedergeschrieben, die skandalös ist, aber auch die Augen öffnet. Sie hat so viel schreckliches erlebt und durchgemacht, und dennoch sind ihre Gefühle nicht immer logisch oder rational. Sie schafft es, sowohl ihre Gefühle zu beschrieben , die Taten nochmal zu durchleben, und dennoch auf eine verquere Art Sympathie für den Mann zu schaffen, der sie als Kind vergewaltigt hat. In dem sie diesen Schritt geht, und offen über ihre Gefühle, ihre Liebe und Verbindung redet, wird klar, dass eine solche pädophile Neigung vielschichtiger ist als man es sich als Außenstehender vorstellen kann.

Ich möchte an diesem Punkt dennoch darauf hinweisen, dass dieses Buch keine Befürwortung solcher Neigungen darstellt, in ihrem Nachwort distanziert sich die Autorin auch klar davon, und macht deutlich, dass das Rechtssystem viel eher reagieren und arbeiten muss, um die jungen Leben zu schützen, und den Kindern ein sicheres Umfeld zu geben.

Fazit:
Margauxs Worte sind ergreifend, erschüttern und schockierende, aber auch ehrlich und aufrichtig. Obwohl mich viele Szenen und Ereignisse im Buch regelrecht angeekelt und entsetzt haben, ist es eine Autobiografie die wichtig ist, um zu verstehen. Auf ihre Art und Weise ist Margaux eine moderne Lolita, die nun auch endlich zu Wort kommen darf, um aufzuzeigen, wie Schmal der Grad zwischen Liebe und Hass wirklich ist. Eine Autobiografie, die lange im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.


[Rezension] Pusteblumentage - Rebecca Westcott


Titel: Pusteblumentage
Autor: Rebecca Westcott
Seitenzahl: 208
Verlag: dtv
Originaltitel: Dandelion Clocks
Übersetzerin: Barbara Lehnerer

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 Mit "Pusteblumentage" hat mich Rebecca Westcott absolut überrascht, niemals hätte ich damit gerechnet, dass mich die Geschichte so sehr begeistern könnte. Die Geschichte, erzählt von Liv in der Ich-Perspektive, beginnt bei einem "Davor"-Moment, bei dem wir noch nicht wissen, was es ist. Liv ist 12, bald 13, und macht gerade die bekanntlich schwierige Phase durch. Sie merkt, dass sich die Menschen um sie herum verändern, und auch sie selbst möchte gern erwachsen werden. Da kommt plötzlich ihre Mutter auf die Idee, ihr einen BH zu kaufen. Dabei fühlt sich Liv dazu noch nicht bereit, doch irgendwie scheint es ihrer Mutter total wichtig zu sein, dieses Erlebnis mitzumachen. Schnell wird Liv klar, dass irgendwas nicht stimmt, doch mit dem was dann passiert kann sie einfach nicht umgehen.

Schon am Anfang ist relativ deutlich, wohin sich die Geschichte entwickelt, dennoch hofft man auf eine Wendung. Mit dieser traurigen Stimmung muss Liv versuchen umzugehen, und ich muss gestehen, Rebecca Westcott hat hier ein wirklich Händchen dafür bewiesen, die Gedanken und Gefühle einer 13-Jährigen zu verarbeiten. Ganz oft möchte man beim Lesen Liv packen und schütteln, weil sie eben typisch Teenager zu erst an sich denkt, bevor sie ihre Umwelt begreift. Trotz allem ist Liv ein Gefühlsmensch, der mit einer schrecklichen Nachricht umgehen muss, und genau deshalb schafft sie es in das Herz der Leser.

Wie bei allen Büchern, bei denen klar ist, wie sie enden werden, interessiert uns als Leser vor allem der Weg dorthin, sowie die Dynamik, die in der Geschichte mitwirkt. Und hier schafft es die Autorin mich als Leserin zu überraschen und eben auch zu rühren mit den Gedanken von Liv. Unabhängig von den Momenten mit ihrer Mutter, muss Liv auch ihren großen Bruder beaufsichtigen, der durch eine psychische Störung mehr Aufmerksamkeit bedarf. Auch hier fand ich Liv wieder sehr realistisch dargestellt, ihre wechselten Gefühle sind authentisch und entsprechend eines jungen Mädchens.

Abschließend sei noch erwähnt, dass der Schreibstil und die Übersetzung wirklich gelungen sind, und eben entsprechend für ein Jugendbuch. Und auch für den "erwachsenen Leser" hat dieses Buch einige interessante Facetten. Vor allem die Ansichten der Eltern, und ins Besondere der Mutter, lassen uns schmunzeln, denn ja, genau so denkt man, wenn man aus dem Teenager-Alter raus ist über diese Zeit.


Fazit:
Mit "Pusteblumentage" liefert uns Rebecca Westcott eine unterhaltsame und nachdenkliche Geschichte über das Leben und die Schicksale die uns treffen können. Uns begleitet beim Lesen eine authentische Protagonistin, die uns an uns selbst erinnert als wir jung waren, damit hat "Pusteblumentage" nicht nur für junge Leser einen gewissen Reiz.



Vielen Dank an dtv für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

[Rezension] Liebe ist wie Drachensteigen - Ashley Herring Blake

Titel: Liebe ist wie Drachensteigen
Autor: Ashley Herring Blake
Seitenzahl: 336
Originaltitel: Suffer Love
Übersetzerin: Birgit Salzmann



Seit gefühlt 5 Minuten versuche ich in Worte zu fassen, wie mir dieses Buch gefallen hat. Es fällt mir schwer, nicht etwa weil das Buch schlecht war, es war grandios, sondern eher, weil ich die Gefühle die ich beim Lesen hatte, nur schwer in Worte fassen kann. 

Das liegt vor allem an unserer weiblichen Protagonistin Hadley, die mich durch ihren Charakter und ihre Gedanken sehr berührt hat. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern zusammen, und bis zum letzten April war ihre Welt auch noch vollkommen in Ordnung. Doch dann platzt die Bombe, und sie muss feststellen, dass vor allem ihre Vater sie hintergenagen und ihre Familie kaputt gemacht hat. Mit ihren 17 Jahren muss sie nun versuchen alleine klar zu kommen, denn ihrem Vater kann und will sie nicht mehr trauen, und ihre Mutter lebt nur noch für die Arbeit. Es tat mir beim Lesen so weh, zu erleben, wie Hadley sich selbst Stück für Stück aufgibt und verliert. Nur ihre beste Freundin Kat ist ihr geblieben und versucht eine Stütze zu sein.

Unser männliche Protagonist Sam ist mehr gefühlsbetont, auch wenn er es selbst abstreiten würde. Auch in seiner Familie ist nichts mehr wie es vorher war, doch im Gegensatz zu  Hadley, hat er eine kleine Schwester, für die er die Fassade aufrecht erhält und alles macht. Der Vater hat sie im vergangenen Jahr verlassen, und seiner Mutter traut er, seit ihrer Affäre die die Familie zerstört hat, nicht mehr. Dank eines Schulprojekts muss er mit Hadley zusammen arbeiten, und es scheint als hätten zwei Seelen sich gefunden, die einfach zusammen gehören. Doch leider kommt es meist anders als man denkt und eine riesige Lüge steht zwischen ihnen, und nur Sam kann Klarheit schaffen.

Die Dynamik innerhalb der Geschichte liegt vor allem darin, dass Sam mehr weiß als Hadley. Er redet aber nicht mit Hadley darüber, sondern frisst es in sich hinein, während die Gefühle füreinander immer größer werden. Gebündelt mit der freundschaftlichen Geschichte zwischen Hadley und Sams Schwester Livy gewinnt das gesamte Gerüst aus Gefühlen und Lügen immer mehr an Bedeutung, und man wartet als Leser regelrecht darauf, dass die Bombe platzt. Gleichzeitig wünscht man sich aber so sehr, dass alles gut ausgeht, denn niemand der Protagonisten hat es verdient verletzt zu werden. Ich habe auf jeder Seite mitgebangt, und gehofft, und am Ende, bei einer wirklich schmerzlichen Szene, als Hadley bewusst wird, wie alles zusammenhängt die ein oder andere Träne vergossen.

Die Geschichte wird, wie ihr vielleicht schon ahnen könnt, aus zwei Sichten erzählt. Ich mag solche Perspektivewechsel in Contemporary-Romane immer sehr, weil dadurch der Leser einen breiteren Blick bekommt, und man mit den Protagonisten noch mehr mitfiebert, denn man kennt die gesamte Wahrheit. Zudem ist der Schreibstil, und natürlich die Übersetzung, wirklich sehr angenehm, und die Sprache entsprechend für ein Jugendbuch. Es wird nichts übertrieben, aber auch nichts beschönt, man hat beim Lesen immer das Gefühl, es wurde tatsächlich die Sicht einer 17-Jährigen eingenommen.
Das Ende war dann tatsächlich auch realistisch, und hat mich nochmal sehr berührt. Ich bin persönlich ein richtiger Fan der Geschichte geworden, und wie bei jedem guten Buch, dass mich bezaubern kann, frage ich mich, was wohl nach dem letzten Satz im Buch mit den Charaktern passiert.


Fazit:
Haltet die Taschentücher bereit, dieses Buch hat selbst mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte von Sam und Hadley ist voll von Gefühlen, Worten und Lügen. Mit jeder Seite wächst die Spannung, und man ist gefesselt bis zum letzten Wort. Von mir gibt es nicht nur eine Leseempfehlung, sondern auch den Stempel "Lieblingsbuch".




Vielen Dank an den Magellan-Verlag für dieses wundervolle Rezensionsexemplar!

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