[Rezension] Hörst Du den Tod? - Andreas Götz

September 24, 2014







Titel: Hörst Du den Tod?
Autor: Andreas Götz
Seitenzahl: 336
Verlag: Oetinger

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Klappentext:

Wie klingt ein letzter Atemzug? Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Linus stürzt vom Himmel in die tiefste Hölle: Eben noch hat er das Glück mit seiner großen Liebe Lucy genossen, da wird seine Mutter entführt! Doch als statt einer Lösegeldforderung mysteriöse Audiodateien eintreffen, wird Linus schnell klar, dass der Entführer ihn herausfordert. Denn Linus besitzt das perfekte Gehör. So wird er immer tiefer in ein perfides Spiel gezwungen, in dem es am Ende nicht nur um das Leben seiner Mutter geht, sondern auch um das von Lucy. 


Meine Meinung:
Das Cover gefiel mir für ein Krimi richtig gut, es stimmt einen wunderbar ein. Der Klappentext macht neugierg, deshalb habe ich auch direkt mit dem Buch losgelegt.
Leider musste ich feststellen, dass dieses Buch eher ein Krimi als ein Thriller ist. Zwar wird die Geschichte aus der Sicht von Lucy und Linus erzählt, und nicht wie üblich für ein Krimi aus der Sicht des Ermittlers, aber es gibt keinen permanenten Spannungbogen. Dies stört allerdings beim Handlungsverlauf übehaupt nicht und dem roten Faden zieht sich gut durch die Geschichte.

Linus ist einer der Hauptprotagonisten und er hat eine ganz besondere Gabe, denn er hat das absolute Gehör. Anders als die meisten Menschen, kann Linus auch die Dinge hören die unser Gehirn sonst ausblendet. Er ist mit Lucy zusammen, beide kennen sich aus der Klaivierstunde und machen bei einem Musical mit. Während Linus eher in der gehobenen Gesellschaft lebt und gut in der Schule ist, scheint Lucy eher das genaue Gegenteil. Sie stammt aus den Sozialbauten, da ihre Familie arm ist und ihre Mutter sehr krank. Diese gespannte Familienverhältnis belastet nicht nur Lucy, sondern auch die Beziehung von Lucy und Linus.

Das Buch beginnt damit, dass Linus sich wundert länger nichts von seiner Mutter gehört zu haben. Seine Eltern sind frisch getrennt und leben demzufolge auch nicht mehr zusammen. Linus ist zwar bei seinem Vater geblieben, aber dennoch ist der Kontakt zur Mutter nicht abgebrochen. Nach dem rätselhaften Fernbleiben seiner Mutter erreicht auch bald die Familie eine Datei, auf dieser erzählt Vera, Linus Mutter, das sie entführt wurde. Damit beginnt der Strudel rund um die Entführung, der Verbindungen zu Lucy und der Frage nach dem Täter.

Schön fand ich, dass die Kapitel eine Art Countdown waren, so wurde mit jedem Kapitel rückwärts gezählt bis zum Tag X. Was genau dann am Tag X passiert, dass müsst ihr selbst herausfinden.

Zwar fehlte mir etwas die typische Spannung für einen Thriller, daher auch eher ein Krimi, aber die Idee und Umsetzung fand ich gut. Auch die Idee der besonderen Gabe des absoluten Gehör bei Linus, und der Verbindung zur Geschichte fand ich gut heraus gearbeitet und interessant.


Fazit:
Das Buch bietet eine gute Geschichte die uns mit Linus und Lucy zusammen fiebern lässt und immer wieder offene Fragen an den Leser richtet. Nur langsam dichten sich die Nebel rund um die Entführung und die Zusammenhänge werden deutlich. Trotz der teilweise fehlenden Spannung wird hier ein tolles Buch geboten mit einer guten Krimi-Geschichte.


Vielen Dank an den Oetinger-Verlag für die Bereitstellung des Rezensonsexemplares.

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1 Kommentare

  1. Ui, das hört sich vielversprechend an! Ich lese sonst nicht viele Krimis, aber ich denke diesem hier sollte ich wohl mal eine Chance geben :)
    Tolle Rezi!
    Liebe Grüße ♥

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