[Rezension] Kenobi - John Jackson Miller

August 24, 2015









Titel: Kenobi
Autor: John Jackson Miller
Seitenzahl: 560
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Kenobi


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Klappentext:
Bei den Einheimischen des rauen Wüstenplaneten Tatooine gilt Ben als Einzelgänger und Außenseiter. Da eskaliert der Streit zwischen den Stadtbewohnern und einem Stamm von Sandleuten. Plötzlich findet er sich mitten in einem Kampf wieder, der seine eigentliche Mission auf dem Wüstenplaneten gefährdet. Ben – oder besser Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi, Held der Klonkriege und Verräter des Imperiums – bleibt nichts anderes übrig, als die letzten Jedi aufzufordern, seinen Kampf für Gerechtigkeit zu unterstützen – und so die endgültige Vernichtung ihres Ordens zu riskieren.


Meine Meinung:
"Solange bis die Zeit reif ist, zurückziehen wir uns werden." mit diesem bekanntem Zitat von Yoda aus Episode 3 beginnt das Buch, und somit ein neues Abenteuer von Meister Obi-Wan Kenobi. Klar ist, man sollte zumindest Episode 3 gesehen bzw. gelesen haben, um diesen Zwischenband der Star Wars Saga besser zu verstehen, sonst könnten einige Stellen etwas verwirrend sein. Davon abgesehen ist dieses Buch vollkommen losgelöst von den bisherigen Geschichten und berichtet von der ersten Zeit Kenobis auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Dabei geht es nicht primär um seine eigentliche Aufgabe, nämlich Luke Skywalker zu beschützen, sondern viel mehr um sein Einleben und um das Leben an sich auf diesem rauen Planeten.

Ben Kenobi, wie er sich ab sofort nennt um Unterzutauchen, versucht sich als Einzelgänger und meidet den Kontakt zu den Einheimischen, dennoch scheint er Probleme magisch anzuziehen. Bei seiner Ankunft im heimischen Lokal "Dannars Grube" lernt er Annileen kenenn, die verwitwete Besitzerin und Mutter zweier stoischer Jugendlicher. Annieleen war mir von Anfang an sympathisch, sie ist sehr tough und stellt sich den Problemen statt davor weg zulaufen. Zudem hat sie ein großes und liebevolles Herz, weshalb ihr Ben Kenobi sofort auffällt und sie sich um ihn kümmern will, selbst wenn er eigentlich geheimnisvoll und alleine bleiben möchte.

Sobald man Annileen antrifft ist Orrin Gault nicht weit. Ihre beiden Familien sind Dank Dannar, dem verstorbenen Mann von Annileen, miteinder befreundet. Orrin ist auch das Oberhaupt der sogenannten Siedlerwehr, einer Art Bürgerwehr gegen die Feinde der Feuchtfarmer. Wer sich etwas auskennt im Star-Wars-Universum weis, dass die Sandleute, die so genannten Tusken, die Feuchtfarmer immer wieder überfallen und töten oder verschleppen. Um sich und die anderen Farmer zu schützen hat Orrin Gault die Siedlerwehr gegründet. Orrin ist ein sehr schwieriger Charakter, denn man nur schwer einschätzen und beurteilen konnte. Ich finde der Autor hat sich gerade für seine Rolle sehr viel Mühe gemacht und deshalb ist sie auch besonders gut gelungen. Kurz nach Kenobi's Eintreffen überschlagen sich die Ereignisse und er muss sich entscheiden ob er lieber weiterhin alleine bleibt oder sein Jedi-Sinn die Überhand gewinnt.

Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, so wechselt der Erzähler zwischen Ben, Annileen, Orrin und den Tusken. Besonders die Abschnitte der Tusken waren interessant, denn so erhält man auch einmal ein Einblick in ihr Leben und Denken, vor allem im Bezug auf Legenden, Traditionen und das Alltägliche waren hier viele neue Erfahrungen dabei. Man könnte jetzt denken, dass wir als Leser durch diese Wechsel den Protagonisten immer einen Schritt voraus sind, aber durch den tollen Schreibstil und den Handlungsaufbau bleibt die Spannung in allen Bereichen erhalten. Immer wieder gibt es kleine Wendepunkte in der Geschichte oder plötzliche Vorfälle die mich als Leser gefesselt und fasziniert haben.

Schlussendlich war aber leider auch dieses Buch irgendwann zu Ende, und selbst hier hält John Jackson Miller noch einige Überraschungen für uns bereit, mit denen man nicht gerechnet hat. Ich für meinen Teil hoffe, dass es vielleicht eine Fortsetzung gibt, Ideen und Material wäre genug da.


Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, das ich jedem Star Wars Fan, aber auch Fantasy-Leser nur empfehlen kann. Der Schreibstil, die Protagonisten und die Handlung verzaubern den Leser und nehmen ihn mit auf den heißen Planeten mit den zwei Sonnen am äußeren Rand.




Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses galaktisch tolle Abenteuer!

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3 Kommentare

  1. Hey meine Liebe,

    jetzt machst du mich aber sehr neugierig auf das Buch! Und Star Wars gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Gerade die ersten drei Episoden fand ich klasse und es wäre wirklich interessant zu erfahren was aus unseren Helden in der Zeit zwischen 3 und 4 passiert ist.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Hei c:
    Erstmal wollte ich mich ziemlich verspätet nochmal bei dir bedanken für die lieben Glückwünsche, die du mir zu meinem ersten Bloggeburtstag gesendet hast!
    Deine Rezi macht mal wieder total viel Lust auf das Buch und gerade dieses "Abzeichen" Pooh-tastisches Buch macht mich immer sehr neugierig :D
    Star Wars ist aber eigentlich nicht ganz meins, also sollte ich vielleicht erst mal meinen SuB runterkriegen :D

    Ganz viele liebe Grüße,
    Michelle ☼♥

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  3. Schöne Rezi! Gerade weil ich Episode III als letztes gesehen hab würde ich das Buch jetzt echt gerne lesen, klingt sehr interessant :D
    Allerliebste Grüße, Sandy ♥

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