31. März 2016

[Rezension] Jane Austens Horthanger Abbey - Val McDermid








Titel: Jane Austen Northanger Abbey
Autor: Val McDermid
Seitenzahl: 320
Verlag: Harper Collins
Originaltitel: Northanger Abbey

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Worum gehts?
Der Klassiker Northanger Abbey wird neu erzählt. Cat lebt mit ihrer Familie etwas abgeschieden auf dem Land und wird dort von ihrer Mutter daheim unterrichtet. Sie vergisst sich immer wieder in den Büchern und Fantasygeschichten die sie liest, und hofft selbst darauf Teil einer solchen Geschichte zu werden. Da kommt es ihr gelegen, dass die Nachbarn Cat einladen sie auf das Book Festival zu begleiten, und dort warten jede Menge Geschichten und Abenteuer auf sie.


Meine Meinung:
Val McDermid ist Teil des Austen Project und hat sich daran getraut den Klassiker Northanger Abbey von Jane Austen in den modernen Sprachgebrauch umzuwandeln. Was zunächst etwas holprig begann wird im Verlauf des Lesens imemr angenehmer. Ich finde Val McDermid hat es auf eine einzigartige Weise geschafft den alten Schreibstil von Jane Austen neues Leben einzuhauchen durch ihre eigenen verschlungenen Formulierungen. Es war allein schon deshalb ein Vergnügen das Buch zu lesen.

Aber auch inhaltlich ist das Buch erste Klasse. Cat ist eine typische Jugendliche, die mit ihrer ländlichen Naivität das Herz des Lesers erobert, und vermutlich ein genau so großer Buchnarr ist wie wir alle. Natürlich trifft sie in Edinburgh auf den ein oder anderen charmanten Mann der ihr den Kopf verdreht und nun ist es an ihr zu erkennen, wer falsch ist und wer richtig. Und manches Mal muss man diese Lektion mit dem Herzen bezahlen statt mit dem Geld.
Vorfreude ist oft die Feindin des Vergnügens; unsere Erwartungen sind so hoch gesteckt, dass die Enttäuschung unvermeidlich ist. (Seite 151)
Aber auch die Nebenprotagonisten, die wir immer nur durch Cats Augen sehen, waren interessant und ereignissreich. Sie haben mein Blut in Wallung gebracht, manches Mal vor Freude und manches Mal vor Wut. So schafft es John Thorpe, dass ich frustriert in die Seiten beißen will, während mit seine Schwester Bella Thorpe mich einfach nur zum Augen verdrehen bringt. Aber dann gibt es da noch die Geschwister Tilney, die irgendiwe geheimnisvoll sind und auf Cat eine besondere Ausstrahlung haben.

Die Geschichte fließt vor sich hin und man taucht einfach ein, ohne direkt zu wissen, was das Ziel der Reise ist, denn in diesem Buch ist tatsächlich schon der Weg das Ziel, bei dem man mitfiebert und hofft. Die ursprüngliche Geschichte von Jane Austen kenne ich leider nicht im Original, aber ich liebe die Neuverfassung von Val McDermid und hoffe so sehr, dass es noch mehr Bücher aus dem Jane Austen Project ins Deutsche schaffen.

Fazit:
Ein Buch das mich nicht mehr los gelassen hat, und innerhalb von 2 Tagen leer gelesen war. Val McDermid hat es geschafft mich gefangen zu nehmen und mit nach Northanger Abbey zu nehmen. Der Schreibstil scheint zunächst seltsam, doch einmal darauf eingelassen lässt es einen nicht mehr los. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die höchste Bewertung mit 5+ Sternen!


 
 
Vielen Dank an Harper Collins für dieses fantastische Rezensionsexemplar!


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