[Rezension] Die Herrlichkeit des Lebens - Michael Kumpfmüller

Mai 01, 2016








Titel: Die Herrlichkeit des Lebens
Autor: Michael Kumpfmüller
Seitenzahl: 237
Verlag: Fischer

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Worum gehts?
Über Franz Kafkas letztes Lebensjahr liest man allgemein wenig. Seine Werke egal ob zu Lebzeiten veröffentlicht oder danach sind für die breite Öffentlichkeit interessanter, dabei stellt das Leben von Kafka selbst viele interessante Begenungen dar. Genau darüber geht es in diesem Roman von Kumpfmüller.


Meine Meinung;
Das Buch war eine Empfehlung voner einer Literaturstudentin, die ich gerne näher betrachten wollte. Zwar kann Geschmack ja bekanntlich verschieden sein, aber als Literaturstudenten unter sich ist das Leben der berühmten Autoren Europas doch, meist genauso interessant wie ihre Werke. 

Ein Jahr vor seinem Tod lernt Kafka Dora durch Zufall am Strand kennen. Es scheint fast etwas schicksalhaft, wenn man der Erzählung des Autors glauben will. Schon damals ist Kafka krank und gezeichnet durch die Tuberkolose. Dennoch verliebt sich die junge Dora Diamant in ihn. Es war wirklich toll Kafka auch mal als einen romantischen und einfachen Menschen zu erleben, mit den Augen von jemand anderem. Sonst haben seine Werke ja oftmals etwas verwirrendes und zweideutiges an sich, aber dieses Mal gibt es eine ganz klare Linie. Wie ein Zeitstrahl verfolgt der Autor Kafkas letztes Lebensjahr, von der Müritz nach Berlin und weiter.

Zwar wissen wir bereits wie es ausgehen wird, dennoch hat es mich berührt wie hier eine junge Liebe trotz der großen Schwierigkeiten mühelos erblüht und irgendwie hofft man doch, dass es anders kommt. Man bangt mit Dora und ist selbst von ihr und ihrer Selbstlosigkeit bezaubert. Alle kennen zwar Kafka, oder glauben ihn zu kennen, aber nun erfahren wir auch endlich etwas zu seiner großen Liebe. Unterhaltung pur!

Etwas schwierig fand ich den Schreibstil, der so ganz ohne direkte Rede auskommt und eigentlich nur runter erzählt in einem seltsamen Fluss. So entsteht kein Roman sondern eher eine Nacherzählung der Ereignisse, was teilweise ziemlich schwierig zu lesen war und den Lesefluss behinderte.


Fazit:
Auch wenn das Ende bekannt ist, ist man doch verträumt und schaut gern dabei zu wie junge Liebe entsteht. Auch wenn der Schreibstil so gar micht mein Fall war, konnte mich diese neue Seite von Franz Kafka total begeistern.

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