[Rezension] Bluescreen - Dan Wells

Oktober 16, 2016






Titel: Bluescreen - Mirador Band 1
Autor: Dan Wells
Seitenzahl: 368
Verlag: Piper
Originaltitel: Bluescreen

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Klappentext:
Los Angeles im Jahr 2050 ist eine Stadt, in der du tun und lassen kannst, was du willst – solange du vernetzt bist. Durch das Djinni, ein Implantat direkt in deinem Kopf, bist du 24 Stunden am Tag online. Für die Menschen ist das wie Sauerstoff zum Leben – auch für die junge Marisa. Sie wohnt im Stadtteil Mirador, doch ihre wirkliche Welt ist das Netz. Und sie findet heraus, dass darin ein dunkler Feind lauert. Als sie an die virtuelle Droge Bluescreen gerät, die Jugendlichen einen sicheren Rausch verspricht, stößt Marisa auf eine Verschwörung, die größer ist, als sie je ahnen könnte ...


Meine Meinung:
Seit dem Beginn der Partials-Reihe bin ich ein großer Fan von Dan Wells. Seine Dystopien sind gut aufgebaut und durchdacht. Dan Wells erschafft Zukunftswelten mit viel Tiefe und Verstand, man kann sich darin verlieren und sogar vorstellen, dass dies so passieren könnte.

Genau so ist es auch bei seinem neustem Werk und Reihen-Auftakt "Bluescreen". Dieses Mal nimmt uns der Autor mit in eine Zukunft die voll ist von Elektronik und bestimmt ist vom Internet. In Los Angeles der Zukunftnhat jeder ein Kopf-Implantat das ihm direkt auf die Netzhaut das gesamte Internet projeziert. Mit einem Blinzeln kann man eine SMS schreiben, eine Suche starten oder telefonieren. Die Menschen leben nur noch in der digitalen Welt, die reale Welt ist nicht mehr wichtig.

Eben so empfindet auch Marisa, die Hauptprotagonisten des Romans. Ihr liebstes Spiel "Overworld" findet komplett im Internet statt, dort erschafft sie verschiedene Charakter und tritt in Virteullen Realitäten auf Schlachtfelden gegen andere Spieler an. Es wirkt absolut realistisch, dass wir in 50 Jahren genau so ein Leben führen, in dem Krieg spielen in virtuellen Welten. Zudem machen kleine Roboter, so genannte Nulis, die kleinen und "schmutzigen" Arbeiten der Menschen, leider wurde im Buch nur kurz angeschnitten, dass dadurch viele Menschen arbeitslo geworden sind, ein Punkt der auch schon heute die Arbeitswelt beeinflusst. Daran ist erkennbar, wie nah sich Dan Wells an der aktuellen Entwicklung in seiner neuen Dystopie orientiert.

Die Geschichte ist spannend und durch die Parallele zur realen und virtuellen Welt, entwickelt sich ein Tiefgang, der den Leser immer wieder zum Nachdenken und Staunen bringt. Denn offenbar hat jemand eine neue Droge entwickelt, die die Menschen beeinflusst und zu waghalsigen Aktionen verführt. Es beginnt eine Suche nach den Entwicklern und schnell wird klar, es steckt viel mehr dahinter als zunächst gedacht, und die Katastrophe steht bevor.

Bis zum Ende bleibt es spannend, und ich muss gestehen, dass ich Sci-Fi-Dystopien besonders spannend finde, weil sie eben die virtuelle Welt mit einbeziehen und somit grenzenlos scheinen in der Entwicklung. Ich fand diesen neuen Roman auch wieder angenehm zu lesen, was vor allem an der Thematik und dem erneut gutem Schreibstil liegt. 


Fazit:
Der neue Roman von Dan Wells überzeugt erneut durch ein geniales Setting, interessante Themen, strukturierten Weltaufbau und tollem Schreibstil. "Bluescreen" ist eine Dystopie die gut durchdacht ist und Spaß macht beim Lesen, von mir gibt es eine Empfehlung für jeden Sci-Fi-Fan und Dystopie-Liebhaber.



Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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