1. Dezember 2016

[Rezension] For Good - Ava Reed


Titel: For Good
Autor: Ava Reed
Seitenzahl: 218
Verlag: Drachenmond Verlag

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Klappentext:
Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.


Meine Meinung:
Auf dieses spezielle Buch bin ich durch die Autorin selbst aufmerksam geworden. "For Good" unterscheidet sich durch seinen realistischen Bezug und das Fehlen von fantastischen Elementen von den bisherigen Büchern der Autorin. Es geht vor allem um die Verarbeitung von Gefühlen und der Trauer.

Ich muss gestehen, das sich nicht damit gerechnet hätte, dass dieses Buch so voll von Gefühlsbeschreibungen ist. Charlie und Ben, sogar Pepper, sind mir sehr schnell ans Her gewachsen. Charlie hat ihren Mann Ben verloren und kommt über diesen Verlust nicht hinweg. Am Anfang tat mir Charlie in dieser Hinsicht auch wahnsinnig leid, und ich hätte ihr gern den Schmerz abgenommen. Doch im Verlauf der Geschichte, in der sich die Dramatik aufbaut, konnte ich Charlies tiefe Trauer und ihren Schmerz irgendwann nicht mehr nachvollziehen, und ich habe mit jeder Seite gehofft, dass sie aus dem Tief kommt.

Parallel zu Charlies Gegenwart erfahren wir auch durch Rückblicke, wie sich Ben und Charlie kennengelernt haben. Diese Teile mochte ich besonders, denn sie waren so herzerwärmend und voll von Liebe und Freundschaft. Ich fand die Dynamik und die Steigerung der Beziehung toll beschrieben und schön umschrieben, am liebsten hätte ich hier noch viel mehr erfahren. Auch gut gewählt fand ich die zeitlichen Abstände zwischen den Erinnerungen von Charlie, dadurch kam in den Erinnerungen niemals langeweile oder Monotonie auf.

Dies ist mein erstes Buch von Ava Reed und ich mag ihren Schreibstil sehr. Er ist hingebungsvoll und malerisch, die Seiten flogen schnell dahin. Einzig ein oder zwei logische Fehler sind mir aufgefallen, beziehungsweise Stellen im Buch die zu vorherigen nicht gepasst haben. Die Covergestaltung finde ich ansprechend, vor allem das Bild ist träumerisch und passend zum Inhalt. 


Fazit:
Eine tieftraurige und herzerwärmende Geschichte, die den Leser berührt und nachdenklich stimmt. Durch Gegenwartsabschnitte und Rückblicke wird die Geschichte auf zwei Ebenen fortgesetzt, wobei vor allem die Erinnerungen von Charlie packend waren. Einen Punkt ziehe ich ab, weil mir Charlie viel zu spät eine Entwicklung hinlegt, und ich ein paar Fehlerchen gefunden habe.



1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich irgendwie an "Haus am Hyde Park"! Klingt auf jeden Fall sehr interessant. Schöne Rezi!

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

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