[Rezensionen] Lily Frost - Nova Weetman







Titel: Lily Frost - Fluch aus dem Jenseits
Autor: Nova Weetman
Seitenzahl: 234
Verlag: Gulliver
Originaltitel: TheHaunting fo Lily Frost

Kaufen?


Worum gehts?
Lily Frost zieht mit ihrer Familie in ein altes Haus in einer verschrobenen Kleinstadt. Ihr Zimmer auf dem Dachboden ist ihr unheimlich: Immer wieder fällt der Strom aus, die Tür verriegelt sich von selbst und Lily entdeckt Buchstaben, die in die alten Dielen geritzt sind - sie ergeben ihren Namen. Jemand - etwas - scheint mit ihr kommunizieren zu wollen. Ist es Tilly, das Mädchen, das früher hier gelebt hat? Warum traut sich niemand über ihr Verschwinden zu sprechen? Lily gerät auf ihrer Suche nach Antworten in tödliche Gefahr und begreift: Ihr Schicksal ist auf unheilvolle Weise mit Tilly verbunden.


Meine Meinung:
Zunächst möchte ich erstmal das Coverdesign hervorheben, vielleicht wirkt es auf dem Bild oben noch recht schlicht, aber wenn man es in der Hand hält ist es ein wahrer Schatz. Das gesamte Cover reflektiert wunderschön lila im Licht, was dem Ganzen einen Hauch von Schönheit und Geheimnis verleiht, somit stimmt es schon wirklich gut auf die Geschichte ein.

Das Buch selbst war dann doch nochmal eine andere Nummer. Zunächst wäre da Lily, unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Mir ist bewusst, dass sie gerade mal 15 Jahre alt ist, und somit mitten im schwierigen Teenager-Alter, dennoch fand ich einige Aussagen von ihr und auch Entscheidungen sehr naiv. So entscheidet sie selbst, dass sie unbedingt auf dem gruseligen Speicher einziehen will, obwohl sie doch spürt, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. Auch wenn das Geheimnis womöglich reizt, würde doch niemand entscheiden auch bei Dunkelheit dort schlafen zu wollen. Zudem war Lily auch wirklich zickig, und ja ich weis sie ist erst 15 Jahre alt, aber man darf auch mal an andere Menschen denken und nicht immer nur an sich selbst. Man merkt sehr schnell, dass hier die Protagonistin vielleicht doch etwas sehr jung angelegt wurde, teilweise aber vielleicht über den Rand hinaus geschossen wurde. Dennoch mochte ich auch bestimmte Züge an Lily, so ihre Lust auf Abenteuer und ihr Spürsinn, und manches Mal auch ihren Mut.

Neben Lily fiel mir vor allem noch Max auf, ihr Bruder. Er hat mir immer mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, mit seiner leichten Art und seinem offenem Umgang. Manchmal hätte ich mir gewünscht Lily wäre mehr wie er. Alle anderen Protagonisten waren auf Grund der Kürze der Geschichte nicht wirklich im Mittelpunkt. Sie streifen immer nur wieder die Story um sie voran zubringen, aber Lily ist meist alleine unterwegs. Und natürlich ist da noch das vermisste Mädchen, was anscheinend nur Lily sieht und heimsucht.

Damit wären wir schon beim gruseligen Teil der Geschichte, der mich auch ganz oft gepackt hat. Diese Stellen fand ich tatsächlich für ein Jugendbuch sehr gelungen und gruselig genug, man hat die Kälte fast spüren können. Die Autorin hätte hier vielleicht noch mehr mit den indirekten Elementen des Thriller spielen können, statt direkt zu erwähnen, was zum Beispiel das Geräusch verursacht hat. Abschließend möchte ich noch den Schreibstil und somit auch die Übersetzung loben, das Buch lies sich wirklich wunderbar leicht und einfach lesen. Dennoch fehlte mir vor allem im Inhalt immer mal wieder ein paar Spannungshöhen, und vor allem das Ende war dann doch recht flach.


Fazit:
Eine Gruselgeschichte die zwar für schaurige Momente sorgt und durch einen tollen Schreibstil überzeugt, dennoch wirkt die Hauptprotagonistin zu aufgesetzt und das Ende kommt zu plötzlich ohne großen Spannungsbogen. Dadurch wirkt das Buch nicht ganz rund, und irgendwie nicht fertig. Schade, denn hier wäre definitiv mehr drin gewesen, mich hätte es sehr gefreut!






[Rezension] Ich nannte ihn Krawatte - Milena Michiko Flasar







Titel: Ich nannte ihn Krawatte
Autor: Milena Michiko Flasar
Seitenzahl: 144
Verlag: Wagenbach

Kaufen?

Worum gehts?
Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort öffnet er die Augen, beginnt zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg, Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Außenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden.


Meine Meinung:
Dieses wunderbare Buch war eine Empfehlung, wo michschon der Klappentext angesprochen hat. Ein Buch, dass uns vor Augen führt was am Rand der Gesellschaft passieren kann, bei den Menschen, an denen wir sonst nur achtlos vorbei laufen.

Taguchi ist ein Einzelgänger, das war er schon immer, immer hat er versucht sich aus allem raus zuhalten. Niemals auffallen, und somit nicht in den Fokus rücken, nach dieser Art lebte er sehr lange. Dies führt dazu, dass Taguchi an einen Punkt kommt, in dem er das Zimmer nicht verlassen kann. Die Welt draußen ist zu viel für ihn, er kehrt ihr den Rücken und lebt als Einsiedler unter tausenden Menschen. Nach fast 2 Jahren wagt er jedoch den Schritt hinaus, und findet eine Bank auf der er sitzt und nachdenkt.

Eines Tages setzt sich ein Geschaftmann gegenüber, liest Zeitung und isst sein Mittagessen. Taguchi nennt ihn "Krawatte", wegen seiner auffälligen rotgrauen Krawatte. Durch Blicke, dennTaguchi hat schon sehr lange nicht mehr geredet, finden sie zueinander und ins Gespräch. Man erfährt, was Krawatte dau gebracht hat auf dieser Bank zu landen, aber auch Taguchis Geschichte ist spannend. Beide offenbaren sich dem Anderen und es entsteht, unter diesen beiden Außenseitern, eine Freundschaft, die man so nicht erwartet hätte, die Beiden selbst am allerwenigstens.

Die Geschichten die sie sich erzählen sind ergreifend und berühren mich als Leser sehr. Es wird klar, wie es passieren kann, dass man sich fernab der Gesellschaft wieder findet und nicht weis wohin mit sich. Dieses Buch schafft es, dass man aufblickt und hinschaut, zu diesen Menschen die still mit sich selber reden und denen wir sonst keine Beachtung schenken, dabei sind doch auch ihre Leben und Geschichten wertvoll und interessant.

Flasars Schreibstil ist bemerkenswert, fast ohne direkte Rede, im ständigen FLießtext und sehr kurzen Kapitel, schafft sie es uns an dieses Buch zu fesseln und mehr erfahren zu wollen, über diese beiden gegensätzlichen Protagonisten. Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge, ich hätte mir mehr Tiefe und Ausschweifungen gewünscht, vor allem bei den Rückblicken der beiden Männern.


Fazit:
Ein wundervolles Buch, dass uns vor Augen führt, wie unsere Gesellschaft teilweise funktioniert und Randgruppen schafft. Es ist ein Standbild der Menschheit, fass uns wachrütteln sollte, die Augen nicht zu verschließen sondern auf Menschen auch mal zuzugehen. Mit einem tollem Schreibstil und einer schönen Idee hat Milena Michiko Flasar hier ein kleines, kuzes Meisterwerk geschaffen.





[Rezension] Sommer in St. Ives - Anne Sanders










Titel: Sommer in St. Ives
Autor: Anne Sanders
Seitenzahl: 416
Verlag: blanvalet

Kaufen?



Meine Meinung:
Anne Sanders entführt uns an die Küste von Cornwall zu einem unvergesslichen Sommer. Der Grund ist die Einladung von Elvira, der Großmutter von Lola, die ihre gesamte Familie für 6 Wochen nach St. Ives eingeladen hat. Den wahren Grund kennt niemand, aber natürlich lässt dieses Geheimnis nicht lange auf sich warten.

Die Geschichte lebt von den verschiedenen Protagonisten, ihren Geschichten, Geheimnissen und Entscheidungen. Da wäre zunächst die Familie Lessing, deren mittlere Tochter Lola unsere Erzählerin ist. Lola wirkt irgendwie stets neben sich, herzensgut und auf ihre Art witzig. Sie war als Erzählerin und Hauptprotagonistin unglaublich symphatisch und ehrlich. Ich mochte sie sehr und bin direkt mit ihr warm geworden. Leider hat sie immer wieder Zweifel und dadurch macht sie sich kleiner und unbedeutender als sie ist. Ganz anders sind da ihre Geschwister Lynda und Luca. Lynda, ihre große Schwester, scheint perfekt zu sein, sie hat alles unter Kontrolle und nichts kann sie aus der Ruhe bringen, außer vielleicht Kohlenhydrate. Luca, ihr kleiner Bruder, ist schon eher wie Lola. Er hat eine sarkastische-witzige Ader und wirkt etwas düster, aber dennoch herzensgut. 

Einen besonderen Platz nimmt Elvira ein, die Großmutter von Lola, ihrer Vergangenheit wird sich in zusätzlichen Kapitel gewidmet, womit wir Stück für Stück erfahren was vor vielen Jahren zwischen ihr und Sam passierte, und wie ihre Liebe sich entwickelte. Diese Kapitel haben mir teilweise im Herzen richtig weh getan, weil es einfach so viel Liebe und Tragödie gab.

Auch alle anderen Nebenfiguren haben ihre eigene Art und Weise, wodurch die gesamte Geschichte an Vielfalt und Leben gewinnt. Es hat wirklich Spaß gemacht die verschiedenen Fäden aus Sicht von Lola zu verfolgen und mit zu erleben, wie sich Geheimnisse auftun und Lösungen gefunden werden. Der Schreibstil der Autorin war wirklich angenehm, und ich hätte nicht minder Lust noch mehr von ihr zu lesen, oder gar zu erfahren wie es mit Familie Lessing weiter geht. Am Ende bleibt bei mir als Leser also ein gutes Gefühl zurück. Und jede Menge tolle Lesestunden, die mir die salzige Brise von Cornwall näher gebracht haben.

"Ich seufze zufrieden, während ich all das in mich aufnehme. Diesen Sommer in St. Ives, den werden wir so schnell nicht vergessen." (Seite 409)

Fazit:
Ein Buch, dass sich nicht nur als wunderbare Sommerlektüre eigenet sondern noch mit Familiengeschichte und tiefer Lebesgeschichte aufwerten kann, und daher schon jetzt zu meinen Jahreshighlghts gehört. Ich mochte das Setting, die Protagonisten und die Geschichte selbst. Mich konnte die Autorin mit ihrem Buch verzaubern und ich hoffe, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben wird.




Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses wundervolle Sommer-Rezensionsexemplar!

[Rezension] Das Bildnis des Dorian Gray - Oscar Wilde








Titel: Das Bildnis des Dorian Gray
Autor: Oscar Wilde
Seitenzahl: 288
Verlag: Anaconda
Originaltitel: The Picture of Dorian Gray

Kaufen?


Meine Meinung:
Dieser Roman ist nicht ohne Grund ein Klassiker, denn man auch heute noch wunderbar diskutieren kann. Ich habe dieses Buch innerhalb des Buchclubs gelesen in dem ich bin, und er sorgte für reichlich Gesprächsstoff vor allem wegen des damals brisanten Themas der Liebe zwischen Männern.

Es geht in der Geschichte nicht nur um ein echtes Bild sondern auch um ein metaphorisches Lebensbild von Dorian Gray, denn wir als jungen Mann kennen lernen und dann auf seinem Lebensweg eine ganze Weile begleiten, Dorian war ein wirklich spezieller Protagonist, er wirkte stets naiv und egoistisch, doch war es zu Beginn noch eine jugendliche Naivität die man erst mit dem bereisen der Welt ablegt, so entwickelt er sich im Erwachsenenalter immer mehr zu einem egoistischen weltfremden Menschen.

Er lässt sich immer wieder von Lord Herny beeinflussen und unbewusst lenken. Dieser scheint zunächst ein philosophischer und kluger Mann zu sein, wirft er doch mit Lebensweisheiten und Phrasen nur so um sich, doch je mehr die Geschichte voran schreitet desto deutlicher wird, dass hier mehr Schein als Sein ist. Lord Herny war für mich allerdings einer der besten Protagonisten im Buch. Nur Basil, den Künstler, mochte ich noch mehr, weil er der Einzige war, der mit dem Herzen die Menschen betrachtete und dies dann auch bitter bezahlen musste.

Immer wieder schleicht sich ins Buch das Thema der Liebe und Zuneigung unter Männer, ein Thema, dass zur damaligen Zeit äußerst heikel und mit dem Aufenthalt im Zuchthaus bestraft wurde. Selbst Oscar Wilde musste sich vor Gericht verantworten bezüglich der Vorwürfe, wobei eben dieses BUch als ein Beweismittel galt. In diesem Kontext gewinnt ein Werk wie dieses nochmal an Anerkennung und Interesse, denn obwohl er wusste, was passieren kann, hat er es dennoch veröffentlicht.

Ich muss gestehen, dass ich die Übersetzung aus der Anaconda-Ausgabe gelungen fand, dennoch gab es immer wieder Kapitel oder Phasen im Buch durch die ich mich geschleppt habe, weil sie mich einfach nicht begeistern konnten, oder eben zu langatmig waren. Das Ende hat mich dann dennoch überrascht und es passte stimmig zur Atmosphäre des Buiches.


Fazit:
Ein Klassiker, der mit Recht noch heute gelesen werden sollte, nicht nur wegen der darin angesprochenen Tehemn, sondern auch wegen der bekannten Lebensweisheiten die Lord Henry immer wieder zum Besten gibt. Unterhaltung pur für jeden Liebhaber von Literatur aus einer Zeit wo "Dandys" an der Tagesordnung standen.



[Rezension] BookElements 1 - Stefanie Hasse








Titel: BookElements 1 - Die Magie zwischen den Zeilen
Autor: Stefanie Hasse
Seitenzahl: 232
Verlag: impress

Kaufen?


Meine Meinung:
Das Buch hat mich vor allem wegen der Idee angesprochen, das Buchprotagonisten aus ihren Büchern gelesen werden und die Wächter diese wieder einfangen und zurück schicken müssen klang richtig gut. Nachdem das Buch unter dem Weihnachtsbaum lag, hatte ich nun endlich Gelegenheit einzutauchen in die Geschichte.

Lin war eine angenehme und symphatische Protagonistin, sie ist misstrauisch aber auch offenherzig. Durch Zufall gerät sie an das Buch "Otherside" und bricht damit die oberste Regel der Bibliotheca Elementara, sie liest außerhalb der Bibliothek in dem Buch und läuft somit Gefahr die Figuren herauszulesen. Lin ist grade deshalb als Protagonistin perfekt, weil sie eben nicht perfekt ist. Sie hat kleine Macken und ist etwas zynisch was Männer angeht.

Ihre beste Freundin Ty ist auch die einzige Eingeweihte außerhalb der Bibliothek, sie ist gleichzeitig auch ihre Mitbewohnerin und scheinbar seelenverwandt mit ihr. Ich fand Ty als Protagonistin sehr interessant und gut darsgestellt, sie hat defintiv für einige interessante Momente gesorgt.

Natürlich kommt auch die Liebe und Familie nicht zu kurz, und neben dem eigentlichen Geschehen, den seltsamen Vorkommnissen in der Bibliotheca Elementara die die Wächter untersuchen sollen, steckt Lins Herz in der Zwickmüle zwischen Verlangen und Nicht-Verlangen. Es war interessant aber auch teilweise etwas hart wie sie da mit sich und ihren Gefühlen ins Gericht gegangen ist. Hier häte ich mir an eingien Stellen "weichere" Übergänge gewünscht, da scheinbar lange ungeklärte Sachen im Raum standen und sie doch ziemlich hart damit umgeht.

Die Spannung baut sich bis zum Ende wirklich gut auf, es kommt kaum Langeweile auf, und man hat immer mal wieder ein Schmunzeln im Gesicht, wenn bekannte Buchfiguren auf der Bildfläche entstehen. Schwierig fand ich den Seitenaufbau bei der grdruckten Version der impress-Bücher, hier sind mir die Buchstaben einfach zu klein, und dadurch die Buchseiten zu überladen, dass ist aber nur meine persönliche Einschätzung dazu. Der Schreibstil hingegen war grandios und amüsant, ich bin über keine Absätze gestolpert und hatte Probleme in die Geschichte zu finden, die Autorin hat hier einen wirklich guten Job gemacht.


Fazit:
Ein erfrischendes Buch mit tollen Protagonisten und Spannung bis zum Schluss. Zum Glück gibt es keinen großen Cliffhanger am Ende der Geschichte, da ich Band 2 und 3 noch nicht zur Hand habe. Insgesamt liefert die Autorin Stefanie Hasse hier einen tollen Auftakt für eine Trilogie, die Lust macht auch die Folgebände lesen zu wollen.





[Monatsrückblick] Mai 2016

Hallo ihr Lieben,

endlich finde ich etwas Zeit um meinen Monatsrückblick online zu stellen. Nicht das jemand denkt ich würde das Wetter genießen, nein, ichh ab einfach echt viel Arbeit zu tun, außerdem muss ich zur Zeit für mein Studium viel vorberiten und lesen, irgendwie zerläuft da meine Zeit wie nichts. Also bitte seht es mir nach, wenn ich nur unregelmäßig eure zauberhaften Blogs besuche, aber ich hoffe, dass es bald wieder besser wird.
Nun aber zu dem etwas erfreulicheren Teil, nämlich zu meinem Monatsrückblick in Sachen Bücher, denn trotz des Stresses habe ich immer hin 8 Bücher gelesen, wobei eines davon für mein Studium war ("Die Zwillinge" von Klinger). Außerdem bin ich wieder zwei Graphic Novels verfallen, ein Genre, dass viel mehr Aufmerksamkeit haben sollte. Außedem gab es ein klares Highlight unter den Graphic Novels, nämlich "Fun Home" von Alison Bechdel! Lest diese Graphic Novel, absolut genial gemacht. Bei den Romanen haben mich vor allem ChuckWendigs "Nachspiel" und Janne Tellers "Nichts" überzeugt, einmal weil ich ein Star-Wars-Fan bin und das Buch wirklich gut geschrieben war, und zum anderem wegen des Themas der Bedeutung in einem Jugendbuch. Aber nun hier eine kleine Übersicht über meine Leseliste aus dem Monat Mai:



Gelesene Bücher: 8
Gelesene Seiten: 2152
Neuzugänge: 0

Rezensionen:
Die Zwillinge (keine Rezension) ♥♥♥♥
Unrivaled - Alyson Noël ♥♥♥♥ 
Nachspiel - Chuck Wendig ♥♥♥♥♥
Nichts - Janne Teller ♥♥♥♥♥
Fun Home - Alison Bechdel ♥♥♥♥♥
 


Wie schon erwähnt ging es wirklich stressig zu im Mai, darunter hat tatsächlich auch mein Instagram Account gelitten :) denn ich hatte einfach gar keine Zeit irgendwelche Dinge zu fotografieren und sie mit euch zu teilen, dennoch gibt es paar keline Schnappschüsse von mir.

Natürlich haben wir zum Anfang des Monats den Star-Wars-Day gefeiert, mit Tasse und Brettchen ging der Tag gut los und endete mit einem neuem Comic "Kanan - Der letzte Padawan". Außerdem war im Mai auch der alljährliche Gratis-Comic-Tag, denn mein Freund und ich natürlich genutzt haben um uns ordentlich mit Comics einzudecken und so vielleicht die ein oder andere neue Reihe zu entdecken, eine gelungene Ablenkung vom ganzem Stress.

In einer Lernpause habe ich vor Frust meinen alten GameBoy ausgepackt und mal wieder Harry Potter gespielt, ein wahrer Genuss nach Ewigkeiten mich nach Hogwarts zu begeben, kann ich nur jedem enpfehlen.

Falls ihr noch mehr Schnappschüsse sehen wollt oder einfach mal vorbei schnuppern, dann schaut doch auf meinem Account vorbei: reading_piglet.



Wie war euer Lesemonat? Ich hoffe doch erfolgreicher und stressfreier als meiner :)!




[Rezension] Graphic Novel "Irmina" - Barbara Yelin






Titel: Irmina
Autor: Barbara Yelin
Seitenzahl: 285
Verlag: Reprodukt

Kaufen?


Worum gehts?
Die ehrgeizige Irmina reist Mitte der 1930er Jahre nach London, um eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin zu beginnen. Dort lernt sie den dunkelhäutigen Howard kennen, dem sie sich im Streben nach einem selbstbestimmten Leben verbunden fühlt. Durch den klugen und zielstrebigen Oxfordstudenten beginnt Irmina ihren Blick auf die Welt zu öffnen. Doch findet ihre Liebschaft ein jähes Ende, als Irmina, bedrängt durch die politische Situation, nach Berlin zurückkehrt. Im nationalsozialistischen Deutschland wird klar, dass ihr gesellschaftlicher Aufstieg nur möglich ist, wenn sie die Augen vor den Verbrechen des Regimes verschließt. Und die politischen Ereignisse eskalieren weiter und weiter


Meine Meinung:
Diese Graphic Novel habe ich bewusst wegen des Themas, welches darin behandelt wird, gelesen. Aber zunächst zur Aufmachung. Die Zeichnungen sind farblich und detailreich. Man hat immer das Gefühl, man kann in Irminas Kopf schauen und so die Geschichte nochmal erleben als Zuschauer, die Autorin hat hier eindeutig nicht an Menge gespart. 

Die Geschichte zeigt das Leben einer jungen Frau vor dem zweiten Weltkrieg, mitten drin und das Leben danach. Hier bei ist die Protagonistin eine "ganz normale junge Frau", sie gehört weder einer Minderheit an, noch fällt sie negativ auf im "System". Dennoch ist ihre Lebensgeschichte für mich grade deshalb interessant gewesen, denn wie er ging es wohl den Frauen zu jener Zeit? Was waren die Perspektiven und die Lebensumstände?

Ich fand die Protagonistin wundervoll, vor allem weil sie realistisch wirkt. Ist sie zunächst noch voller Elan in London, aus ihrem Leben etwas zu machen, holt sie die Realität in Deutschland schnell wieder ein, und sie muss resgnieren und mit Trauer zurück schauen. Hierbei sind es vor allem die Zeichnungen die die Gefühle wudnerbar übermitteln.

Das Buch unterteilt sich in mehrere Bereiche, die sich bestimmten Themen und Lebensabschnitten widmen. Ein besonderes Thema war dabei die unglückliche Liebe aus Irminas Zeit in London, die sie auch nach Jahren nicht vergessen kann, und deren Ende uns alle überraschen wird. Ganz allgemein schafft es Barabara Yelin ein realistisches und eben anhand von Aufzeichnungen genaues Leben nachzuzeichnen, und uns somit ein Blickwinkel auf das Leben dieser besonderen Frau zu geben.


Fazit:
Eine Graphic Novel die sich einem ernstem Thema widmet, und dennoch nicht an Liebe und Zeichenvielfalt spart. Die Protagonistin war wunderbar und realistisch gezeichnet, ich konnte mich immer wieder in sie hinein versetzen. Wer gern mehr über das Leben einer Frau zu Zeiten des zweiten Weltkrieges erleben will, sollte zu dieser Graphic Novel greifen.




[Rezension] Nichts - Janne Teller









Titel: Nichts - Was im Leben wichtig ist
Autor: Janne Teller
Seitenzahl: 144
Verlag: dtv

Kaufen?


Worum gehts?
Kurz nachdem Pierre »Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun« in die Klasse ruft stürmt er aus dem Raum und hinterlässt die Jugendliche mit lauter Fragen im Kopf. Was darauf hin entsteht verliert schnell die Kontrolle und eskaliert.


Meine Meinung:
Ein Buch das einen nur schwer los lässt, und zu recht umstritten ist. Die Aufmachung, das simple Cover, passt perfekt zum Inhalt, denn es geht nicht um die Äußerlichkeiten, sondern um das was uns am meisten Bedeutung hat.

Pierre schafft es die Jugendlichen seiner Klassenstufe zum Nachdenken zu bewegen. Jeder versucht nun das Nichts zu füllen in dem er die Bedeutung sucht, was sowohl im physischen als auch im psychischen Sinne passiert. Und genau dabei liegt das Interesse an diesem Buch, denn die Eskalation passiert, als jeder etwas noch bedeutsameres dem Berg hinzufügen soll und muss. 

Janne Teller schafft es durch immer neue Steigerungen das Ausufern der Situation voranzutreiben, als Leser war ich schockiert. Es fing mit scheinbar belanglosen Dingen wie Schuhen oder den eigenen Haaren an, bis irgendwann das nicht mehr genug ist. Die Idee, das Aufzeigen der Bedeutung, ist nett und interessant, sie beschäftigt die Kinder monatelang, sie erkennen aber nicht, dass Bedeutung auch etwas anderes sein kann. Sie erkennen nicht, dass Bedeutung für ein Ding, wie die Liebe zur eigenen Mutter ist, man kann sie nicht zeigen, es ist ein Gefühl. 

Der Schreibstil war vergleichweise einfach, was aber gut ist, denn das Buch erregt aufsehen durch das Thema, nicht durch das Schreibkunst. In knapp 150 Seiten schafft es der Autor uns zum Nachdenken zu bringen und zu schockieren, wie man das Nichts vertreibt.


Fazit:
Ein Buch, dass mich noch lange beschäftigen wird. Auch jetzt, nachdem ich es bereits vor drei Wochen gelesen habe, muss ich immer wieder darüber nachdenken und Revue pasieren lassen. Ich kann verstehen, dass das Buch durch sein Thema polarisiert und es zur Schullektüre geschafft hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle die auch mal philosophisches Jugendbuch lesen wollen.




Popular Posts