[Rezension] Stigmata - Beatrix Gurian

Titel: Stigmata
Autor: Beatrix Gurian
Seitenzahl: 384
Verlag: Arena



Für Emma bricht eine Welt zusammen. Ihre Mutter soll tot sein, der einzige Mensch, denn sie in ihrem Leben hatte. Und dabei hatte sie gar nicht die Gelegenheit ihr zu sagen, was sie ihr alles bedeutet. Als Emma noch tief in ihrer Trauer gefangen zu sein scheint, erreicht sie ein seltsames Paket. Die Freude über ein mögliches Fotoalbum erlischt, als sie erkennt, dass alle Fotos entfernt wurden, lediglich ein Hinweis auf ein Camp ist im Paket enthalten. Um an Antworten zu kommen, scheint es nur einen Weg zu geben.

Bei "Stigmata" handelt es sich um einen Jugendthriller, auf den ich wirklich schon gespannt war, zu mal er Jahre auf meinem SuB lag. Und ich muss gestehen, ich wurde nicht enttäuscht. Mit Emma haben wir eine Protagonistin, die gerade einen schweren Schlag erlitten hat, und nun hofft, dass sie ihren seelischen Schmerz bekämpfen kann. Emma wirkt dadurch sehr verbissen und schießt manchmal über das Ziel hinaus, aber in Anbetracht der Dinge die sie durchgemacht hat, waren ihre Reaktionen nachvollziehbar. Neben Emma haben wir noch die anderen Teilnehmer des Camps, die natürlich alle miteinander besonders auffällig und mysteriös wirken. Dieses teilweise übertriebene Herumgetruckse war aber manchmal etwas anstrengend, denn in einer Gruppe von mehr als 5 Leuten können nicht alle total verrückt sein.

Trotz der etwas überzogenen Darstellung der Protagonisten ist die Handlung wirklich spannend, vor allem die Fotos die die Story unterstreichen, waren teilweise wirklich schockierend und haben mich gruseln lassen. Und auch die Geschichte hatte den ein oder anderen Gruselmoment, bei dem auch ich das Buch zur Seite packen musste. Parallelzur Hauptgeschichte erfahren wir durch Rückblicke auch, was in der Vergangenheit passiert ist, was natürlich für zusätzlichen Rätselstoff zur Hauptstory gesorgt hat.

Insgesamt baut sich der Spannungsbogen ganz gut auf, und die Auflösung ist dann tatsächlich überraschend, was ich nicht gedacht hätte. Vor allem die letzten Seiten hatten es in sich, und auch hier hatte ich erneut Gänsehaut.


Fazit:
Mit "Stigmata" habe ich einige aufregende Lesestunden gehabt, und auch Gänsehautmomente. Die Geschichte baut sich durch einen gelungenen Spannungsbogen auf und mündet dann in einem brisanten Finale. Leider konnten mich nicht alle Protagonisten überzeugen, und wirkten teilweise überzogen. Dennoch ist "Stigmata" für mich ein gelungener Jugendthriller.


[Buchwoche] Piglet und die 4.Buchwoche

Einen wunderbaren Sonntag euch allen,

zwar scheint die Sonne, aber es ist draußen eisig und kalt. Bevor ich michnun mit dem Fahrrad auf den kalten Weg zum Brunch mache, wollte ich euch noch schnell meine Buchwoche präsentieren. Dank meines Studiums sah diese Wochenicht ganz so gut aus, wie die letzten Woche, aber dass ist grundsätzlich erstmal nicht schlimm, denn ich habe im Januar jede Menge lesen können. Fertig geworden bin ich diese Woche mit "Stigmata" und "Die Abenteuer des Tom Bombadil", die jeweiligen Rezensionen werden dann kommende Woche veröffentlicht.

Außerdem habe ich diese Woche erneut ein Bloggequatsche geschrieben, was sich mit "problematischen" Themen beschäftigt. Dank euch wurde auch schon heiß diskutiert in den Kommentaren, danke dafür. Wer das Bloggequatsche noch nicht entdeckt hat, der klickt einfach >hier<  :)!

Und zum Schluss möchte ich euch noch mein neues Video zeigen, welches seit dieser Woche online ist. Dieses Mal geht es um meine To-be-Read-List bis zur LBM, den ja auch ich habe ein echtes SuB-Problem und möchte dieses jetzt aktiv angehen. Welche Bücher ich ausgewählt habe, erfahrt ihr im Video.




Wie sah eure Buchwoche aus? Habt ihr womöglich mehr Bücher geschafft als ich, oder kennt ihr eines der Bücher von meiner TBR-List und möchtet es zusammen lesen?

Und nun wünsche ich euch noch eine wunderbaren Start in die neue Woche :O)!


 

[Bloggequatsche] "Problematische" Themen in Büchern?!


Hallöchen Zusammen und Willkommen zu einem neuem Bloggequatsche!

Anstoß für den heutigen Beitrag gab mir ein Artikel bei "The Bookavid" (hier zu finden), auf den mich Kücki aufmerksam gemacht hat. Inhaltich geht es darum, dass die Verfasserin uns als Leser und Käufer dazu auffordert keine Bücher oder Autoren zu unterstützen die "call out racism, homophobia, ableism, and any nasty stuff" beinhalten. Mit großen und dicken Buchstaben fordert sie "And you know what, it's not only on the racist authors that these books continue to sell. It's also on you guys. Every single one of you that decides to be silent when you come across a problematic book." Wie ihr in dem Artikel lesen könnt geht es auch um einige Jugendbücher und natürlichen deren Autoren, von denen sie uns nun ab rät, weil sie ein "problematisches" Thema besprechen und sich damit verkaufen.


Seit dem ich den Artikel gelesen habe juckt es mich in den Finger darüber zu schreiben wie ich dieses Konzept empfinde und genau damit wende ich mich heute an euch, denn natürlich seit ihr erneut dazu eigneladen mit zu diskutieren und zu quatschen. Zunächst mal, ich sehe es anders, und empfinde es auch anders. Natürlich fällt auch mir auf, dass brisante Themen wie Rassismus oder Homphopie in Büchern als Thema behandelt werden, aber man muss dabei ganz klare Grenzen ziehen. Nämlich ob ein solches Themen einfach angesprochen, also verarbeitet wird, oder ob es beschönigt und als positiv assoziiert wird. Genau da liegt für mich die Grenzen in einem Buch, wie die Themen behandelt werden. Sicherlich kann man auch das nicht für jedes Buch herunterbrechen, denn zum Beispiel ein gutes Fanatsy-Buch wird immer auch durch sein Weltenbau bestimmt, und der muss vielfältig und anders sein, um zu bestehen. Und schlussendlich soll uns ein Buch ja auch unterhalten, uns die Möglichkeit geben in eine andere Welt abzutauchen.


Um zu verdeutlichen, was ich meine, beziehe ich mich auf eine uns allen bekannte Buch-Reihe: Harry Potter! Ja genau, laut der Verfasserin des Artikels wäre dann auch Harry Potter ein Buch mit problematischen Themen. Es beginnt bei der Unterdrückung und Ausnutzung der Hauselfen, geht weiter mit dem herabsetzen von Muggelstämmigen und endet bei dem Töten von Muggeln, da sie nicht magisch sind. All das sind problematische Themen, aber, und dieses ABER ist wichtig, sie werden kritisiert im Buch, und nicht etwa verschönigt. Und genau da ist der Dreh- und Angelpunkt der Aussage, würde Hermine nicht deutlich machen, dass die Unterdrückung der Hauselfen eine Schande ist, oder würden Ron Hermine nicht verteidigen, als Draco sie ein "Schlammblut" nennt, oder würde eben schlussendlich nicht das Gute siegen, und die Muggelstämmigen und Muggel Angst frei leben, dann wäre diese Buchreihe sicherlich in einem anderem Licht zu betrachten. Doch so ist es nicht, und genau deshalb fordere ich euch auf:


Lest Bücher, erkennt die Botschaft darin und denkt darüber nach! Nur weil ein Buch ein problematisches Thema anspricht heißt es nicht, dass es dieses auch befürwortet! Nicht umsonst siegt am Ende eines jeden Märchens, eines jeden Fabel das Gute! Genau das ist es, was uns die Literatur zeigen will, dass es schlimme Taten gibt, man diese aber bekämpfen kann. Sonst wären all die wunderbaren Buchcharakter, die in der Schlacht von Hogwarts starben, umsonst gestorben, wenn wir als Leser nicht erkennen, dass sie eben dieses "problematische" Gedankengut abgelehnt haben!


Und nun seid ihr gefragt, was denkt ihr dazu? Bitte seid ehrlich und sagt was ihr denkt!
 

 

[Buchrezension] Nie mehr zurück - Vivian Vande Velde

Titel: Nie mehr zurück
Autor: Vivian Vande Velde
Seitenzahl: 208
Verlag: Piper
Übersetzerin: Regina Jooß
Originaltitel: 23 Minutes
 
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Stell Dir vor, du hättest die Möglichkeit in der Zeit zurückzuspringen? Aber dabei gibt es ein paar Regeln. Es ist immer nur innerhalb einer Zeitspanne von 23 Minuten möglich in die Vergangenheit zu reisen, zudem kannst du nichts mitnehmen zu dem vorherigen Punkt, und maximal 10 Sprünge können gemacht werden, danach ist kein Sprung zurück möglich. Klingt verrückt? Für Zoe, 15 Jahre, ist das Realität, seit einem Ereignis in ihrer Kindheit hat sie die Möglichkeit diese Sprünge zu machen. Bisher hat Zoe die Sprünge nur für belanglose Situationen benutzt, aber als sie in einen Bankraub gerät, scheint jede Minute zu zählen.

Ich muss gestehen, dass ich die Idee total genial finde. Die begrenze Möglichkeit eines Zeitsprungs verbunden mit einem Zeitlimit finde ich ziemlich gut, und war gespannt, was die Autorin aus der Idee machen würde. Zunächst wäre das Zoe, unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Sie hat eine wirklich schwierige und bewegenden Vergangenheit hinter sich, weshalb verständlich ist, dass sie misstrauisch und eigensinnig durchs Leben geht. Gerade die Tatsache, dass sie eben keine "perfekte" Person ist, hat sie in meinen Augen zunächst interessant gemacht. Schade war dann aber, dass sie viel zu schnell Gefühle für einen anderen Protagonisten entwickelte. Es wirkte überspielt und unbedacht, wenn man bedenkt, dass sie ihn vielleicht 4 Stunden kannte.

Die Story selbst ist schnell erklärt, Zoe möchte natürlich verhindern, dass Menschen beim Bankraub sterben. Wie schon gesagt ist die Idee wirklich gut, aber für mich kam nie das Thriller-Gefühl auf, was ich mir laut Genre-Zuweisung gewünscht hätte. Die verschiedenen Wege die Zoe probiert sind gut erklärt und auch teilweise überraschend, denn jedes Mal reagieren die Menschen anders. Doch für mich war mehr die Action im Vordergrund, als dass ein Psychothriller stattfindet. Dank des Schreibstils und der Übersetzung fliegen die Seiten dahin und auch wenn die Spannung sich nie völlig zuspitzt ist man mit "Nie mehr zurück" ganz gut unterhalten. Das Ende kam für mich weniger überraschend, ist aber im Kontext der Geschichte, ein gelungener Abschluss.


Fazit:
Mich konnte "Nie mehr zurück" nicht ganz überzeugen. Die Idee ist wirklich gut und interessant, aber leider war mir die Umsetzung zu unspannend. Hier hätte ich mir mehr Psychothriller und Spannung gewünscht, dafür weniger Gefühlschaos bei der Protagonistin.




[Buchwoche] Piglet und die 3.Buchwoche


Hallöchen ihr Lieben,

ich sende euch eisige Grüße aus meinem Eispalast tief im Tal der Leipziger Tieflandsbucht :)! Ich hoffe ihr seit noch nicht festgefroren an der Tastatur und könnt bei warmen Tee eure Bücher genießen. 

Meine Buchwoche war mal wieder grandios und aufregend. Zunächst kann ich schon jetzt verkünden, dass ich auf einem guten Lesekurs bin. Bereits 8 Bücher habe ich schon gelesen, und aktuell bin ich am 9 und 10 Buch dran, die beide echt schön und unterschiedlich sind. Zum einem lese ich aktuell "Die Abenteuer des Tom Bombadil", ein Buch von J.R.R. Tolkin, und zum anderem "Stigmata" ein wirklich gruseliges Buch, zumindest nach meinem Geschmack.
Eine wirklich tolle Nachricht erreichte mich Mitte der Woche, denn ich wurde zusammen mit 19 anderen Bloggern zum "Offiziellen Buchbotschafter für Marah Woolf" ernannt worden. Ich habe mich wirklich riesig darüber gefreut, die Möglichkeit eine deutschsprachige Autorin in intensiver Zusammenarbeit zu supporten finde ich toll und ich bin gespannt wo das alles hinführen wird. Sobald ich weiß was für Aktionen demnächst kommen, wird auch nochmal ein Post dazu veröffentlicht.

Und zum Schluss noch die dritte tolle Nachricht: ich habe mir eine digitale Spiegelreflexkamera gegönnt. Sicherlich nicht das High-End-Modell, und vermutlich auch wirklich nur was für Beginner, aber genau das bin ich ja nun mal, ein Anfänger in Sachen professioneller Fotografie und Filmen, und dafür sollte es doch passend sein oder? Ich bin auf jeden Fall schonsehr happy damit und bewundere meine neuen Fotos jedes Mal aufs neue. Mal schauen wie die Buchmesse mit meiner neuen Canon EOS 1200D wird :)!
Das war es auch schon von mir diese Woche, ich werde mich jetzt gemütlich in meinen Lesesessel schwingen und noch ein paar Seiten schmökern, bevor es ins Bettchen geht.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mir verratet, wie eure Buchwoche so war, und ob ihr denn auch von kleinen Highlights berichten könnt.


 

[Rezension] Ein Meer aus Tinte und Gold - Traci Chee


Titel: Ein Meer aus Tinte und Gold
Autor: Traci Chee
Seitenzahl: 480
Verlag: Carlsen
Übersetzerin: Sylke Hachmeister
Originaltitel: The Reader



Sefia ist Waise, sie lebt mit ihrer Tane Nin zusammen, aber eiegnetlich sind sie immer in Bewegung. Mit kleinen kriminellen Tätigkeiten halten sich die beiden über Wasser und versuchen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erregen. Dennoch gelingt es "den Bösen" Nin zu entführen und Sefia kennt nur noch ein Ziel. Die seltsame Frau zu verfolgen, die ihren letzten Rest an Familie entführt hat, und sie zu töten.

Was mir am Anfang des Buches wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass man einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Ohne große Vorreden oder Erläuterungen startet es direkt mit der Geschichte, dadurch ist von Anfang an Spannung drin und man kennt schon das Ziel: Nin retten! Die Tatsache zu wissen, wohin Sefia will und was das Ziel ist, motiviert mich immer an einem Buch dran zu bleiben und längere Abschnitte zu lesen, denn man will unbedingt wissen, wie der Held/die Heldin dies bewerkstelligt.

Sefia ist als Protagonistin, und Heldin des Buches, auch unsere Erzählerin. Durch sie erfahren wir wie die Welt von Kelanna aussieht und aufgebaut ist. An dieser Stelle möchte ich auch kurz auf den einzig kleinen Störfaktor im Buch aufmerksam machen, nämlich das Fehlen einer Karte. Die Welt von Kelanna ist riesig, spektakulär und voll von Ländern, Meeren und Bergen, aber es gibt keine Übersichtskarte. Zum Glück wird man im Netz fündig, und offenbar wird die Karte im zweiten band nachgelegt, darauf freue ich mich schon.

 

Und ich muss auch das Design des Buches loben. Nicht nur, dass es von außen funkelt wie ein Diamant, sondern auch die Gestaltungen im Buch sind wirklich gelungen. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, ob man denn nicht doch Sefias Buch in den Händen hält und bereits selbst in Kelanna ist.  

Wie schon erwähnt baut sich die Spannung direkt zu Beginn des Buches auf, und tatsächlich konnte Taci Chee diesen Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Und ich muss gestehen, dass Ende habe ich nicht kommen sehen, und es hat mich gnadenlos umgehauen. Die Fäden der Geschichte die am Ende zusammen laufen und ein komplettes Bild erscheinen lassen, wurden sehr gut gesponnen und in die Geschichte eingearbeitet. Ich bin auf jeden Fall auf den zweiten band gespannt, und hoffe, dass er nicht all zu lange auf sich warten lässt!


Fazit:
 "Ein Meer aus Tinte und Gold" ist ein High-Fantasy-Roman, der auf jeder Seite durchdacht und besonders wirkt. Ich habe mit Sefia und Archer mitgefiebert und immer wieder gehofft, dass sie ihr Ziel erreichen werden. Wer Fantasy-Bücher mag, wird "Ein Meer aus Tinte und Gold" lieben. Lediglich eine Karte über Kelanna fehlt noch, soll aber in der Fortsetzung dabei sein.
 

[Rezension] Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - J.K. Rowling


Titel: Phantatische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Autor: J.K. Rowling
Seitenzahl: 304
Verlag: Carlsen
Übersetzerin: Anja Hansen-Schmidt
Originaltitel: Fantastic Beasts and where to find them


Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" entführt uns J.K. Rowling erneut in die Welt der Magie, Muggel und Mysterien. Es geht um Newt Scamander, ein bekannter Magizoologe, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seltene und phantastische Tierwesen zu sammeln und zu schützen. Dafür reist er mit seinem wirklich magischen Koffer nach New York, denn dort erwartet ihn ein neues Abenteuer. Doch bereits wenige Schritte nach seiner Ankunft kommt alles ganz anders als gedacht. Dank des zuckersüßen Nifflers und seiner Gier nach allem was glitzert - die ich total nachvollziehen kann - kommt es zu einer Kette von Ereignissen, die nicht aufzuhalten ist. 

Ich hatte das Glück, den Film am Tag der Premiere schauen zu dürfen und war restlos begeistert davon. Das Setting, die Figuren und ihre Charakter und vor allem die Tierwesen haben mich total verzaubert. Theoretisch müsste man nun bis zum Blu-Ray-Start darauf warten erneut mit Newt und Jacob auf Reise zu gehen, doch dank dem Carlsen-Verlag gibt es eine viel schönere Möglichkeit: das Drehbuch zum Film. Ich muss gestehen, dass ich immer nur Stück für Stück die Szenen gelesen habe, damit ich noch länger die Ereignisse im Buch festhalten konnte.


Ich bin mir sicher, die Meinungen darüber, wie nützlich es ist das Drehbuch zum Film daheim zu haben, gehen auseinander, für mich persönlich ist es aber nochmal eine ganz andere Art des Lesens und Erlebens der Geschichte. Im Film entgehen uns oftmals Details, oder wir missverstehen ganz unabsichtlich Bewegung und Andeutung. Durch das Drehbuch, in Kombination mit dem Film, eröffnet sich die ganze Vielfalt der visuellen Verarbeitung, ich hatte wirklich so viel Spaß beim Lesen.

Besonders bemerkenswert sind die Charakter, auf ihre ganz eigenen Art schaffen sie es dem Leser sofort ans Herz zu wachsen. Ich persönlich habe vor allem eine Schwäche für Jacob gehabt, weil er einfach in vielen Punkten ist wie ich: tollpatschig, nach Süßigkeiten verrückt und total ahnungslos. Aber natürlich waren auch Newt, Tina und Queenie so wunderbare Protagonisten, und jeder von ihnen hat mich angesprochen.

Zum Schluss muss ich noch die wunderschöne Verarbeitung des Buches loben, nicht nur der Einband ist ein echter Hingucker, denn darunter befindet sich auf dem Buchdeckel der kleine Niffler und seine Goldstücke. Zwischen den Buchdeckeln wird es dann aber keineswegs langweilig, immer wieder entdeckt man beim Lesen und Durchblättern kleine Details mit Hinweisen zu den Tierwesen im Buch. 


Fazit:
Für Fans und Liebhaber der Reihe ist ganz klar, dass dieses Drehbuch ein Muss ist, es gibt so viel zu entdecken und zu lesen, was auf den ersten Blick im Film gar nicht auffällt. Die Protagonisten, das Setting und natürlich die Ereignisse im Buch verzaubern den Leser. J.K. Rowling schafft es erneut, die Magie in unsere Köpfe und Herzen zu bringen.
 


Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für dieses zauberhafte Rezensionsexemplar!

[Rezension] Daniel is different - Wesley King



Titel: Daniel is different
Autor: Wesley King
Seitenzahl: 304
Verlag: Magellan-Verlag
Übersetzerin: Claudia Max
Originaltitel: OCDaniel




Mit der Rezension zu  "Daniel is different" habe ich mir bewusst Zeit gelassen nach dem Lesen. Wesley King versucht durch die Augen eines Jungen uns zu zeigen, wie das Leben mit Angststörungen aussieht, und welchen Weg man damit bestreitet.

Daniel ist anders, er weiß das, aber für alle anderen ist er einfach nur der Außenseiter, der Glück hat, dass sein bester Kumpel Max zu ihm hält, obwohl er der berühmte Footballstar ist. Daniel spielt auch Football, oder ist zumindest in der Mannschaft, findet es aber viel interessanter, die Wasserbecher in einem korrekten Muster anzuordnen, als auf dem Spielfeld nachdem "Hut" los zu rennen. Das berührende an Dnaiel war für mich, dass er eigentlich tief in sich drin weis, dass irgendwas nicht stimmt, er aber dennoch probiert alles zu regeln und die Fassade aufrecht zu erhalten, obwohl er noch jung ist.

Ganz anders ist es mit Sara, die Einzelunterricht erhält und mit niemanden redet, daher auch ihr abwertender Spitzname Psycho-Sara. Doch an einem ganz gewöhnlichen Dienstag passiert etwas total ungewöhnliches, Sara spricht Daniel an. Sara war für mich eine ganz besondere Protagonistin, denn sie hat sich, im Gegensatz zu Daniel, bereits damit abgefunden, dass sie "anders" ist. Sie lebt theoretisch mit sich im Einklang, schließt aber fast alle Menschen aus, außer Daniel. Ich mochte Sara und ihre bedinungslose Freundschaft zu Daniel.

Sobald Daniel mit Sara unterwegs ist blüht er auf, er ist einfach viel mehr er selbst und versteckt sich. Ich mochte die beiden als Freunde und auch der "Kriminalfall" hat einiges an Spannung gebracht. Im Verlauf der Geschichte war für mich auch erkennbar, dass Daniel eine Entwicklung durch macht, zwar nur in kleinen Schritten, aber er versucht es. Besonders interessant fand ich, dass Wesley King selbst eine psyschiche Störung als Kind hatte. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er in "Daniel is different" verarbeitet.


Fazit:
Eine rührende und interessante Geschichte, die auf einfache Weise zeigt, wie das Leben eines Kindes mit Angststörungen aussieht. Daniel war für mich ein besonderer Protagonist, der durch seine ganz eigene Art den Leser überzeugt. Der Schreibstil und die Übersetzung sind gelungen und das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!


[Rezension] Ihr Name war Tomoji - Jiro Taniguchi



Titel: Ihr Name war Tomoji
Autor: Jiro Taniguchi
Seitenzahl: 192
Verlag: Carlsen


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Klappentext:
In seinem neuen Buch beschreibt Jiro Taniguchi den Lebensweg Tomoji Uchidas, die in den 1930er-Jahren den buddhistischen Shojushin-Tempel in Tachikawa gründete. Sein Hauptaugenmerk gilt der Kindheit und Jugend Tomojis, dem ebenso schlichten wie harten wie behüteten Leben in einem kleinen Bergdorf westlich von Tokyo. Dort wächst sie unter der Obhut ihrer Großmutter zu einer naturverbundenen, klugen und selbstbewussten jungen Frau heran - und eines Tages kreuzt ein junger Fotograf ihren Weg. Nur der gemeinsame Blick in den Himmel lässt erahnen, dass diese beiden Menschen eine gemeinsame Zukunft haben werden...


Meine Meinung:
Wie ich vergangenen Jahr schon gelernt habe, werden Graphic Novels oft genutzt um einen autobiographischen Kontext besser darzustellen. Wills Eisner, der den Begriff Graphic Novel prägte, selbst gestaltete seine erste Graphic Novel mit einem biographischen Bezug. In Jiro Taniguchis Werk lernen wir Tomojis Lebensweg kennen. Tomoji ist in den 1930er Jahren durch die Gründung des buddhistischen Shojushin-Tempel bekannt geworden. In "Ihr Name war Tomoji" liegt der Fokus auf dem Leben davor, ihrer einfachen Kindheit und den Weisheiten die sie daraus mitgenommen hat.

Bereits auf den ersten Seiten hat Jiro Taniguchi mich durch seinen Zeichenstil und POV-Bilder fasziniert. Mit pastellenen Farben und weichen Rändern nimmt er uns mit an den Anfang des 20. Jahrhunderts auf das japanische Land zu den einfachen Menschen der damaligen Gesellschaft. Tomoji ist das mittlere Kind und muss durch den Weggang der Mutter schnell lernen Verantwortung zu übernehmen. Dabei stellt ihre Großmutter eine Stütze dar, von der sie all die wichtigen Fakten fürs Leben gelernt hat.

Was mich persönlich überzeugt hat, diese Graphic Novel mit der vollen Punktzahl auszustatten war die Tatsache, dass ich, obwohl ich vorher noch nichts von Tomoji gehört hatte, problemlos der Geschichte folgen konnte, und am Ende sogar verstehen konnte wieso sie sich so entwickelte. Die Frau Tomoji hat mich fasziniert und ihr Lebensweg war spannend und interessant, wobei ich allgemein autobiographische Graphic Novels toll finde. Wer schon immer das ländliche Leben in Japan entdecken wollte und sich gern von weichen Farben verzaubern lässt, der liegt mit "Ihr Name war Tomoji" genau richtig.


Fazit:
Die Graphic Novel von Jiro Taniguchi überzeugt durch eine gelungene Story, einen angenehmen Zeichenstil und weiche Farben. Alle drei Komponenten sorgen dafür, dass jede Seite ein Lesegenuss ist und man sich auch nach Ende der Lektüre noch mit dem Thema und dem Leben von Tomoji auseinandersetzt, dabei sind die letzten Seiten in der Graphic Novel perfekt.
 

[Bloggequatsche] Sei ein Jedi - Was wir aus Büchern lernen können


Mit dem Thema "Was Bücher uns vermitteln" beschäftige ich mich meist bei Kinderbücher immer wieder gern. Für die Kleinsten in unserer Gesellschaft ist es, finde ich, wichtig, dass sie Normen und Werte auf eine spielerische und angenehme Weise erfahren und lernen. Ich bin kein Pädagoge oder arbeite mit Kindern zusammen, dennoch denke ich bei manchen Kinderbüchern, dass hier eine hervorragende Arbeit gemacht wird. Doch wie sieht es bei den älteren Generationen aus? Können wir auch noch etwas aus Büchern lernen oder verwächst diese Funktion mit den Jahren? Genau um diese Frage soll sich mein heutiger Beitrag beim Bloggequatsche drehen.


"Hör auf dein Herz"
Das man manchmal den Kopf ausschalten muss um eine gute Entscheidung zu treffen ist denke ich bekannt und kein besonders gut gehütetes Geheimnis, dass wir aber genau diese Botschaft auch immer wieder in den Frauen-Romane á la Rosamunde Pilcher und Cecelia Ahern lesen, ist kein Zufall. Wie es der Zufall will, bin ich selbst weiblich und kann daher aus eigener Erfahrung sprechen, wenn wir zu solch einem Buch greifen, dann meist, weil wir genau darauf hoffen. Die Protagonistin soll gar nicht rational eine Entscheidung für ihr Leben treffen, sie soll am Ende den Mann des Herzens bekommen, sie soll aus ihrer Erfahrung lernen und daran wachsen, so wie wir es gern möchten. Denn auch wenn wir bereits vor dem Gesetz erwachsen sind, eine helfende Hand oder ein wertvoller Tipp fürs Leben würden wir nicht ablehnen. Sicherlich lernen wir nichts über Allgemeinbildung in dem klassischen Frauen.Roman, aber dennoch bestärkt er uns, wir fühlen mit den Protagonisten und wollen für diese ein ebenso schönes Happy-End wie für uns.


Eigene Erfahrung
Das Genre der (Auto)-Biografie und "Erfahrungsbücher" liefert uns hingegen einen ganz anderen Mehrwert. Eine Autobiografie zu schreiben ist ein sehr alter Schuh in der Literatur, bereits in der Antike und im Mittelalter haben die Menschen ihre Erfahrungen und Lebenswege niedergeschrieben für die Nachwelt. Das Bedürfnis über sich selbst zu schreiben ist tief verankert in der Literatur. Aber was können wir daraus lernen? Es ergibt sich von selbst, dass wir aus den älteren Autobiografien wie von Platon, Augustinus und Jean-Jacques Rousseaus vor allem etwas aus dieser Zeit lernen. Wie haben die Menschen damals gelebt, was waren wichtige Werte? Wie sah der Alltag aus?
Doch wie sieht es mit den neumodischen Autobiografien aus? Hier muss man immer kritisch bleiben, oft scheint als wäre der Profit wichtiger als die Weitergabe von Lebensweisheiten und Wissen. Doch genau darum geht es in dem Niederschreiben von (Auto)-Biografien, man soll die Lebensstationen des Autors nochmal durchlaufen und aus dessen Fehlern lernen oder eben Wissen aus seinen Erfolgen ziehen. Oft genug öffnen uns biographische Werke auch eine neue Sicht auf ein uns bekannten Ereignis. So erzählt "Lautlose Stufen" die Geschichte von Hella die in den 1930er Jahren aufwächst und dann schwer erkrankt. Indirektes Thema des Buches ist, die während des NS.Regimes betriebene Kinder-„Euthanasie“. Auf Grundlage biografischer Fakten bringt uns Inga Becher dieses meist "vergessene" Tabu-Thema näher. 
Ein ebenfalls bemerkenswertes historisch-fiktionales Buch ist von Ruta Sepetys "Salz für die See", bei welchem im Mittelpunkt das Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gustloff" steht. Hierbei wird sich mit der Evakuierung der Deutschen am Ende des zweiten Weltkriegs auseinander gesetzt. 
Das Schema, dass man historische Fakten in einen fiktionalen Roman verpackt, und somit einen historisch-fiktionalen Roman schafft, ist denke ich ein guter Weg, um Geschichte auch denjenigen näher zu bringen, die sich sonst vor sturem Jahreszahl auswendig lernen gedrückt haben. 



Sei ein Jedi, sei ein Rebell
Denkt man an Sci-Fi, so glaubt man in einer ganz anderen Welt zu landen. Das ist auch gut so, denn deshalb lesen wir Sci-Fi und Fantasy so gern, weil wir uns nicht mit den Problemen unserer Welt herumstreiten müssen, sondern abtauchen können. Bei ganz vielen Romane aus diesem Genre ist dies tatsächlich auch der Fall, dennoch gibt es einige Reihen die aus dem Rahmen fallen. Dank Carolyne Larrington wissen wir, dass bei Game of Thrones ganz viele historische Fakten verarbeitet und angepasst wurden, doch dies ist nicht die einzige Reihe. Durch meine Ausarbeitung zur mündlichen Prüfung ist mir aufgefallen, dass auch in Star Wars viele historische Fakten verarbeitet wurden. Durch geschicktes Einweben in den Text nehmen wir das als Leser vielleicht nicht sofort wahr, doch tatsächlich lernen wir in Star Wars etwas über das römische Regierungsverfahren. Außerdem scheinen die Jedi mit ihren Eigenschaften und Auftreten eine Mischung aus den Tempelrittern, Shaolin und Samurai zu sein. Besonders der philosophische Ansatz, denn die Jedi aus ihren "Vorbildern" ziehen, und der uns indirekt dazu auffordert Nächstenliebe zu leben ist bemerkenswert.
Aber auch die dunkle Seite kommt nicht zu kurz, man denke nur an den Todesstern. Ja auch diese Waffe gibt es in unserer Welt, leider. Es handelt sich dabei um eine Adaption der Atombombe, die George Lucas hier in eine andere Form verpackt. Wie auch bei der Atombombe Bedarf es nur einer einzigen Demonstration um genügend Angst und Schrecken in der Welt zu verbreiten. In Star Wars ist es der Planet Alderaan und alle darauf befindlichen Menschen, die keine Chance mehr haben. Die darauffolgende Gefühlsregung von Obi-Wan Kenobi, er spüre eine Erschütterung der Macht, der Kraft die alle Menschen umgibt und sie durchfließt, ist demzufolge ein Ausdruck dessen, wie grausam diese Tat war. Dies ist nur ein kleines Beispiel von Parallelen zwischen den Star Wars und unseren Geschichtsbüchern.
Doch warum ist es so interessant, dass diese historischen Fakten darin verarbeitet werden? Es ist fast wie beim Kinderbuch, wo wir durch Fabeln und Märchen einem Kind versuchen Werte und Norme beizubringen. Durch diese Geschichten, die in einer weit weit entfernten Galaxie stattfinden und uns so suggerieren, wir wären davon nicht betroffen lernen wir, was passiert, wenn es eben doch anders kommt. Es ist also nur logisch, dass der Todesstern am Ende zerstört wird, und die Rebellion, die doch so klein und unbedeutend scheint, gewinnt. Die Aussage dahinter ist klar, egal wie unbedeutend wir uns vorkommen, wir sind es nicht. Wenn wir an das Richtige glauben, dann können wir alles schaffen. So schließt sich auch der Kreis zur Überschrift: Sei ein Jedi, denke auch an Andere; sei ein Rebell, denn du bist nicht unbedeutend.



Zum Schluss noch ein Fazit
Man könnte die Liste sicherlich noch fortführen und ergänzen. Jedem von uns fällt ein Buch oder eine Geschichte ein, aus der er oder sie etwas gelernt hat, sei es für den Moment, oder fürs Leben. Was aber schon an diesen drei Beispielen deutlich wird ist, dass wir Bücher natürlich in erster Linie zur Unterhaltung lesen, aber unterschwellig auch immer etwas daraus mitnehmen sollten. Ich fordere daher dazu auf, dass ihr die Buchstaben und Zeilen genießt, lasst die Geschichten auf euch wirken und vielleicht fällt euch schon bei eurer nächsten Lektüre auf, dass ihr daraus mehr mitnehmen könnt als die Unterhaltung selbst.

Und natürlich dürft ihr in den Kommentar gern eure eigenen Erfahrungen posten, ich bin wirklich sehr gespannt, was ihr bisher aus Büchern gelernt oder mitgenommen habt.



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